Bluescreen ohne Crashdump

Situation

Ein PC stürzte beim ersten Booten in kaltem Zustand immer mit einem Bluescreen ab. Nach einem Reset funktionierte der PC anstandslos.

Problem

Normalerweise wird bei einem Bluescreen ein Crashdump erzeugt, der sich mit entsprechenden Tools analysieren lässt. Diesen suchte ich jedoch vergeblich. Da sich der Absturz reproduzieren ließ, hatte ich Gelegenheit, ein Foto vom Bluescreen zu machen.

Lösung

In diesem Fall konnte ich keine Lösung anbieten. Der PC meldete sich mit einem „Hardware Failure“, leider ohne genaue Angabe, welche Hardware defekt ist. Da der PC beim zweiten Einschalten dann bootete und nicht wieder abstürzte, ist auch ein Trial-and-Error Ausschluss schwierig durchzuführen.

Da der Kunde nicht viel Geld investieren wollte und der PC nicht von WelliSolutions stammte, habe ich die Fehlersuche abgebrochen. Ich vermute ein Problem mit dem Prozessor oder dem Mainboard. Ein Fehler im RAM würde auch Bluescreens erzeugen, aber eher mit Crashdump in unterschiedlichen Modulen. Aus Sicherheitsgründen empfehle ich in einem solchen Fall ein regelmäßiges Backup.

NextGen Gallery Thumbnails mit Bildunterschriften

Situation

Eine Webseite mit NextGen Gallery soll verbessert werden, indem

Problem

Die Bilder in der NextGen Gallery erscheinen etwas „nackt“. Knackige Kurzbeschreibungen wurden bereits eingepflegt, sind aber nur als Tooltip sichtbar. Die Texte sollen zu den Thumbnails veröffentlicht werden, um Leser anzuregen, die Bilder anzuschauen.

Lösung

Die einfache Änderung wird in der Datei view/gallery.php vorgenommen. Im Abschnitt, der per Kommentar als Thumbnail gekennzeichnet ist, wird innerhalb des DIVs mit der Klasse ngg-gallery-thumbnail die folgende Zeile nach dem schließenden Hyperlink eingefügt:
<?php echo $image->alttext ?>
Leider geht die Änderung mit jedem Update von NextGen Gallery wieder verloren.

Links

Deutsche WordPress Webseite (rev. 2011-02-17)

NextGen Gallery von Alex Rabe (rev. 2011-02-17)

NextGEN Gallery Workflow verbessern

Situation

Auf einer bestehenden WordPress Installation haben sich über 100 NextGEN Galerien angesammelt.

Problem

Der Arbeitsablauf zum Erstellen einer Galerie, Hochladen von Bildern und zur Beschriftung und Sortierung der Bilder ist nicht optimiert und nimmt zu viel Zeit in Anspruch. Der Nutzer klagt über zu viele Klicks und viel Scrollarbeit.

Lösung

Ein Teilproblem bestand darin, dass in der Combobox zur Auswahl der Galerie die existierenden Galerien aufsteigend sortiert waren. Dadurch befand sich der aktuellste Eintrag immer unten, was in einer größeren Scroll-Aktion endete. Ein Update auf die aktuelle Version von NextGEN behob dieses Manko. Die Einträge sind nun absteigend sortiert, d.h. die aktuellste Galerie ist immer oben aufgelistet.

Das zweite Teilproblem war ähnlich: auf der Management-Seite sind die Galerien ebenfalls in aufsteigender Reihenfolge sortiert, d.h. der Nutzer muss zunächst die letzte Seite auswählen und dann bis ganz nach unten scrollen. Auch hier schafft eine Umkehrung der Sortierreihenfolge Abhilfe. Dazu muss die Datei manage-galleries.php bearbeitet werden. Die Zeile
$gallerylist = $nggdb->find_all_galleries('gid', 'asc', TRUE, 25, $start, false);
der Funktion nggallery_manage_gallery_main() muss ersetzt werden durch
$gallerylist = $nggdb->find_all_galleries('gid', 'DESC', TRUE, 25, $start, false);
damit die Sortierung umgedreht wird. Wichtig ist übrigens die Großschreibung von DESC.

Nun befindet sich die aktuelle Galerie auf der ersten Seite ganz oben. Dadurch entfällt ein Klick auf die letzte Seite und das Scrollen ans Ende der Seite.

Links

Deutsche WordPress Webseite (rev. 2010-09-12)

NextGEN Gallery (rev. 2010-09-12)

HyperMemory frisst Speicher

Situation

Ein PC wurde aufgrund mehrerer speicherintensiver Anwendungen auf 4 GB aufgerüstet.

Problem

Windows 7 zeigt zwar 4 GB Gesamtspeicher an, gibt jedoch gleichzeitig an, dass nur 2,75 GB nutzbar sind.

Lösung

Die Ursache für das Problem war eine Grafikkarte mit Radeon 4350 Chipsatz und 512 MB RAM. Zusätzlich zu ihrem eigenen Speicher belegte sie noch 1151 MB „Shared Memory“. Dieses „Feature“ nennt sich bei ATI HyperMemory. Eine Einstellmöglichkeit zum Deaktivieren gibt es leider nicht.

In diversen Foren wird das ATI Tray Tool (ATT) empfohlen. Dort gibt es eine Option namens „Enable ATT Shared Memory“. Leider brachte dies keine Änderung, auch nicht nach einem Neustart. Ebenfalls in den Foren wird diskutiert, dass bei einem 32-bit System ohnehin nicht mehr als 2 GB pro Programm genutzt werden können, womit 2,75 GB angeblich mehr als genug sind. Sofern man jedoch mehrere Programme gleichzeitig nutzt, können problemlos mehr als 2 GB belegt werden.

Ein letzter Hinweis ließ zu hoffen übrig: angeblich belegt die Grafikkarte den Speicher nur, wenn er nicht anderweitig benötigt wird. Dafür spricht, dass im ATI Tray Tool eine Zeit angegeben werden kann (Standard: 2 Sekunden). Unser Test ergab: selbst wenn Windows schon bemängelt, dass der Computer wenig Speicher zur Verfügung hat, wird das HyperMemory nicht freigegeben.

Überprüft haben wir dies mit 6 gleichzeitig laufenden Programmen, die jeweils 1700 MB Speicher anforderten. Beim Start des sechsten Programms meldete Windows „Low on memory“. Dass es überhaupt soweit kommt (belegt sind dann ja 10,2 GB) liegt daran, dass Windows die Auslagerungsdatei nutzt.

Außer dem Austausch der Grafikkarte sahen wir keine Möglichkeit, den vollen Speicher zur Verfügung zu bekommen.

Fehlerhafte Umlaute nach mySQL Update

Situation

Eine bestehende mySQL 4.0 Datenbank mit WordPress-Inhalt wurde exportiert und auf einer mySQL 5.0 Installation wieder importiert.

Problem

Nachdem die WordPress-Installation auf die neue Datenbank umgestellt wurde, wurden Sonderzeichen fehlerhaft (meist als zwei Zeichen) dargestellt.

Lösung

Die mySQL 4.0 Datenbank lag vermutlich im Latin1-Format vor, während die neue mySQL 5.0 Datenbank per UTF8 angesprochen wurde. Abhilfe schaffte der Eintrag des korrekten Charset in der WordPress Konfigurationsdatei wp-config.php.
define('DB_CHARSET', 'latin1');

Datensicherung bei 1&1

Situation

Ein 1&1 Kunde hatte vorsichtshalber per FTP eine Sicherungskopie der Daten auf seinem Server angefertigt. Das hat angeblich auch ohne Probleme geklappt, der Dateitransfer wurde erfolgreich abgeschlossen.

Problem

Zufällig beobachtete der Kunde, dass die Anzahl der heruntergeladenen Dateien nicht mit der Anzahl der Dateien im 1&1 Control Center übereinstimmt. Die Frage war, ob das Backup nun tatsächlich vollständig vorliegt.

Lösung

Die Anzeige bei 1&1 zählt nicht Dateien, sondern Dateisystemobjekte, d.h. Dateien und Ordner. Vergleicht man also die Anzahl Dateien mit der Eigenschaften-Anzeige von Windows, so muss man dort die Anzahl Dateien und Ordner addieren.

Firefox das Suchen abgewöhnen

Situation

Beim Eingeben einer nicht existierenden URL in Firefox erscheint anstelle einer DNS Fehlermeldung die Yahoo Webseite, welcher die URL als Suchbegriff übergeben wird.

Problem

Das Übermitteln der URL an den Suchmaschinenanbieter gibt persönliche Daten preis. Nicht nur bei internen Adressen (Intranet, lokaler Webserver), sondern auch bei externen Webseiten muss Yahoo nicht darüber informiert werden, was der Benutzer gerade ansurft.

Lösung

Die Yahoo-Suche versteckt sich hinter dem „Search Settings Plugin“, zu welchem in der Beschreibung steht, dass es die persönlichen Sucheinstellungen schützt. Das Deaktivieren oder Deinstallieren des Plugins bringt die ungefährliche DNS Fehlermeldung zurück.

Drupal installieren

Situation

Eine Webseite sollte ein neues Design bekommen. Ein gefälliges Design wurde bereits gefunden, allerdings für ein anderes CMS System. Anstatt WordPress sollte deshalb Drupal eingesetzt werden.

Problem

Die Installation führte zu Fehlermeldungen, dass nicht auf Tabellen der Datenbank zugegriffen werden kann.

Lösung

Die Installationsanweisungen in Schritt 4 der Installationsanleitung von Drupal sind nicht korrekt. Es muss nicht die Basis-URL der Webseite aufgerufen werden, sondern natürlich die Webseite im entsprechenden Unterordner, sofern das CMS in einer Unterseite einer bestehenden Webseite installiert wird. Weiterhin genügt es nicht, nur diesen Ordner aufzurufen (entspricht index.php), sondern muss direkt das Installationsskriptaufrufen (install.php). Damit wurde die geführte Installation aktiviert. Leider konnte die Installation nicht komplett vollzogen werden, da Drupal mySQL 4.1.1 benötigt, der Webhoster 1&1 derzeit jedoch noch mySQL 4.0.27 bereitstellt. Diese Information war auf der Webseite nicht zu finden. Das aufmerksame Studium der Datei Install.txt hätte jedoch geholfen.

Links

Deutsche Drupal Webseite (rev. 2010-01-22)

Speicherverbrauch analysieren

Situation

In ihrem Blogeintrag Show me the memory beschreibt Tess Ferrandez, wie man an die Details des Speicherverbrauchs visuell darstellen kann. Dazu stellt sie ein Programm zum Download, welches die Visualisierung gleich vornimmt.

Problem

Ist der Speicherverbrauch jedoch sehr hoch (Prozessgröße > 1500 MB) oder stark fragmentiert, so versagt die beschriebene Methode, da die Ausgabe nicht mehr in das Ausgabefenster von WinDbg passt.

Lösung

In diesem Fall greift man auf eine Logdatei zurück. Das Log wird vor dem !address Befehl geöffnet und danach wieder geschlossen. Gleiches funktioniert natürlich für den Managed Heap.
.logopen c:\dump\address.log; !address; .logclose
.logopen c:\dump\eeheap.log; !eeheap -gc; .logclose

Links

Microsoft WinDbg Download (rev. 2009-11-15)

Blog von Tess Ferrandez (rev. 2009-11-15)

PDF Passwörter

Situation

Hat man ein PDF Dokument mit einem Passwort geschützt, kann man diverse Operationen einschränken. Beispielsweise lassen sich die Seiten nicht mehr drucken, keine Anmerkungen erstellen und nicht mehr weiter bearbeiten.

Problem

Vergisst man das Passwort, kann man natürlich auch als Ersteller des PDFs jenes nicht mehr bearbeiten.

Lösung

Es gibt eine Vielzahl von Programmen, die das Passwort des PDFs entfernen können. Die Preise dafür sind moderat (30 €), woraus ich schließe, dass das Entfernen ein Prozess ist, der nicht sonderlich kompliziert ist. Will man hingegen das Passwort herausfinden, sind schon einige Stunden Rechenzeit erforderlich. Diese Sorte Programm ist deutlich teurer, es kommen schnell 100 € zusammen.

Es geht jedoch auch kostenlos, wenngleich nicht so komfortabel wie bei den kostenpflichtigen Programmen. Zunächst lädt man Ghostscript herunter und installiert das Programm. Ghostscript bringt die erforderlichen Funktionen zum Bearbeiten von PDF-Dateien, hat selbst jedoch keine grafische Oberfläche. Die bringt dann Free PDF. Startet man Free PDF, wählt man im Menü Bearbeiten den Punkt „PDF Dateien vereinen“. In der folgenden Maske wählt man dann die passwortgeschützte Datei aus – und vereint sie mit nichts. Das Ergebnis ist eine Kopie der PDF-Datei jedoch ohne Passwort.

Harte Kerle verwenden Ghostscript natürlich direkt, z.B. mit
gswin32.exe -dNOPAUSE -dSAFER -sOutputFile=C:\out.pdf -sDEVICE=pdfwrite c:\in.pdf

Links

Ghostscript (rev. 2009-10-03)
Free PDF (rev. 2009-10-03)