Umstieg auf Linux

Windows erfolgreich durch Ubuntu oder Linux Mint ersetzen.
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Ubuntu 8.10 x64 Installation

Thomas | 3. Dezember 2008

Da das CD-Laufwerk meines alten Laptops defekt ist und der Laptop für die Arbeit ohnehin zu schwerfällig geworden ist, habe ich ein Lenovo 3000 N200 besorgt, welches einerseits für seine gute Ubuntu Unterstützung und andererseits durch das gute (jedoch spiegelnde) Display bekannt ist.

Zunächst habe ich die Live-CD gestartet, um zu prüfen, welche Hardware Ubuntu 8.10 erkennt – oder auch nicht. Das Live-System hat gebootet, doch bereits die Einrichtung des WLANs war nicht möglich. So muss ich wohl bei der Installation auf deutsche Sprache verzichten. Die Festplatten vom vorinstallierten Windows Vista werden mir angezeigt und ich kann lesend und schreibend darauf zugreifen. Das System-Menü ist nicht übersetzt: Applications, Places, System heißen immer noch so, obwohl das Live-Ubuntu ganz zu Anfang die Sprache schon wissen wollte.

Die Installation startet zunächst im bekannten Stil und bietet mir die Auswahl der Landeseinstellungen an. Im Schritt 4 von 7 (Partition) werden allerdings keine Partitionen angezeigt. Mit dem “Zurück” Button komme ich nicht zurück und der “Vor” Button meint, ich habe keine Partition ausgewählt. Das ist richtig, aber wie hätte ich das auch auswählen sollen? Noch während ich ein Partitionierungstool suche, stürzt “ubiquity” unerwartet ab. Ich verzichte mangels Internetverbindung, den Problemreport abzuschicken.

Den Laptop starte ich neu, ich möchte die Installationsvariante direkt von CD probieren.

Dort erwartet mich ein neues Tool zum Partitionieren, mit dem ich die Festplattengröße von Windows Vista mit einem Schieberegler komfortabel ändern kann. Nach der Änderung mit Schieberegler weist Ubuntu mich darauf hin, dass das Ändern der Größe eine lange Zeit dauern kann. Dies möchte ich nicht, denn schließlich soll Vista komplett verbannt werden. Daher wähle ich “Geführt, verwende vollständige Festplatte”. Seltsamerweise erscheint sofort eine Fortschrittsanzeige, welche die Partitionsgröße ändert – keine Warnung, kein Hinweis auf einen längerwährenden Prozess. Man beachte, dass ich den “Vor” Schalter noch nicht betätigt habe.

Der Fortschrittsbalken bewegt sich über längere Zeit nicht, schon eine geschätzte halbe Stunde steht er bei 0%. Zwischendurch springt immer wieder der Bildschirmschoner an. Eine weitere Bedienung ist nicht möglich. Das Fenster im Vordergrund lässt sich zwar Verschieben, hat aber keine Buttons, mit denen man den Vorgang abbrechen könnte. Ebenfalls lässt sich das darunter liegende Fenster nicht bedienen.

Nach knapp einer Stunde meldet sich Ubuntu wieder. Ich darf meinen Namen eingeben und danach einen Vista Benutzer importieren. Wie das möglich ist, wundert mich sehr, da ich doch die gesamte Platte für Ubuntu verwenden wollte. Danach legte die Installation los und war auch schnell fertig. Ein Neustart brachte Verwirrung: Windows Vista alias Longhorn wurde im Bootmenü zur Auswahl angeboten. Ich habe den Verdacht, dass doch nicht die gesamte Partition von Ubuntu verwendet wurde, sondern die nicht erwünschte Verkleinerung stattgefunden hat.

Abgesehen davon hat die Installation funktioniert. Das WLAN läuft jetzt, nachdem ich meinem DSL-Router die neue MAC-Adresse beigebracht habe. Treiber für die NVidia Grafikkarte wurden mir vom Hersteller angeboten. Diese habe ich jetzt mal installiert.

Nicht geklappt hat der Export von installierten Softwarepaketen von Ubuntu 8.04 nach 8.10. Die Funktion gibt es wohl, allerdings muss man die Liste vor der Installation der Pakete als Shell-Skript exportieren. Das wusste ich damals natürlich noch nicht und kann jetzt nicht auf eine derartige Liste zurückgreifen. Daher installiere ich die Anwendungen manuell, was ein bisschen Zeit kostet. Der anschließende Download der selektierten Komponenten dauert abermals 45 Minuten (DSL 2000).

Für Ubuntu x64 scheint es das Tool Wink (zum Aufzeichnen von Präsentationen) und das Java Plugin (für Mozilla-Browser) nicht zu geben. Es erscheint lediglich der Hinweis, dass diese Varianten in amd64-Konfiguration nicht vom Hersteller bereitgestellt werden. Ich bin ja gespannt, was ich ohne Java im Web alles nicht machen kann.

—

Einige Tage später sieht die Situation so aus: Windows XP (32 Bit) ist installiert, Ubuntu 8.10 (ebenfalls 32 Bit) habe ich parallel installiert. So kann ich das Java Plugin nutzen und Ubuntu bedient sich wie zuvor. Jetzt muss ich noch die Daten vom alten auf den neuen Laptop umziehen lassen. Ob das so reibungslos klappt?

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Installation, Laptop, Ubuntu 8.10
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