Tonerwechsel beim MagiColor 2530 DL
Thomas | 15. März 2009Am Tag nach dem Papierstauproblem hatte ich endlich 400 von 600 Seiten gedruckt, da meldete sich der Drucker mit der Meldung “Toner Life End Black”. Druckt man jetzt noch etwas, kommt keine Fehlermeldung – das Dokument scheint einfach weg zu sein. Vielleicht ist es im Druckerspeicher und es würde gedruckt werden, wenn Toner da ist.
Ein Blick auf die Verwaltungsseite des Druckers zeigt 0% für schwarzen Toner, sowie zwei ausstehende Druckjobs. Auf der Webseite erfährt man auch, dass insgesamt erst 831 Seiten gedruckt wurden – reichlich wenig für eine Kartusche Toner. Also muss der Toner getauscht werden – oder betrogen. Mein Bruder hat eine ähnliche Prozedur bereits für den MagiColor 2300 DL gefunden: der Toner ist nämlich nicht unbedingt leer, sondern zeigt das nur an.
Zunächst wähle ich im Menü, dass ich den Toner wechseln möchte (Druck auf Pfeil >), was zum Menü “Replace Toner” führt. Das bestätige ich mit Ok und gehe mir erst einmal eine Tasse Kaffee holen, während der Drucker “Please wait” anzeigt. Da die Anzeige sich jedoch nie ändert, wird man irgendwann ungeduldig und öffnet den Deckel – siehe da, der schwarze Toner (K) steht zum Austausch bereit.
Jetzt fehlen noch Informationen, wie man neuen Toner “vorgaukelt”. Dazu sucht man zunächst bei Google nach “2530 DL Toner Refill“, denn die Anleitungen zum Auffüllen müssen ja auch berücksichtigen, dass man eine Sicherung tauscht, einen Spiegel verdreht oder einen Chip austauscht.
Gleich die erste Fundstelle sagt “You will need a #00 20mm cross head (Philips) screwdriver to change the chip”. Man braucht also einen Kreuzschlitz-Schraubendreher, um einen Chip auszutauschen. Weitere Recherchen ergeben, dass man die Chips ohne Toner bei Ebay ersteigern kann. Dort erfährt man auch, dass sie sich auf 1500 oder 4500 Seiten programmieren lassen – weit mehr als die 800 Seiten, die ich bisher gedruckt habe.
Der Chip trägt die Aufschrift DSQ8 – 747B1. Sucht man nach DSQ8 erfährt man, dass sich die Chips auch zurücksetzen (reset) lassen. Ich nehme mal an, dass man hierzu die beiden Kontakte auf der Rückseite der Platine (GND und I/O) benutzt, wohingegen der Drucker selbst die drei Kontakte auf der Vorderseite (unbeschriftet) verwendet.
Es handelt sich angeblich um einen 1-Wire EPROM, der über das 1-Wire Protokoll programmiert werden kann. Die zum Programmieren benötigte Spannung liegt jedoch über 5 Volt, so dass ein einfacher COM-Port nicht ausreicht, sondern zusätzliche Spannungsversorgung notwendig ist. Entsprechende Konverter gibt es z.B. bei Maxim IC. Dort gibt es ebenfalls die passende Software. Möglicherweise muss man die Hardware aber nicht kaufen, sondern kann sie auch selbst basteln. Im Moment habe ich die nötigen Teile nicht da, aber ich glaube, das könnte mal wieder ein kleines Bastelprojekt werden.

