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Eine defekte Festplatte richtig löschen

Thomas | 8. Juli 2009

Will man eine Festplatte mit sensiblen Daten richtig entsorgen, so sollte man den Inhalt wenigstens einmal komplett überschreiben. Das Neuformatieren unter Windows ist beispielsweise nicht ausreichend. Entsprechende Programm können aus dem restlichen Inhalt die meisten Daten wieder herstellen.

Das Löschen einer Festplatte ist unter Ubuntu vergleichsweise einfach. Es gibt dort eine Datei, die unendlich viele Nullen enthält. Diese Datei (/dev/zero) liest man und schreibt sie auf Festplatte. Das ganze geht mit dem Befehl dd. Zunächst ermittelt man aber die richtige Zielfestplatte, nicht dass man plötzlich das System verliert. Die Festplattenbelegung ermittelt man mit fdisk.

fdisk -l | grep /dev

Die Ausgabe listet die Festplatten mit ihrer Größe. In den meisten Fällen reicht das aus, um eine Festplatte zu identifizieren. Im weiteren Beispiel verwende ich /dev/sdx als Festplatte. Dies muss natürlich durch den korrekten Pfad ersetzt werden. Das Löschen erfolgt dann mit

dd if=/dev/zero of=/dev/sdx

Alternativ kann die Platte auch mit Zufallszahlen (if=/dev/urandom) beschrieben werden. Ganz paranoide Gesellen versuchen vielleicht sogar beides hintereinander.

Das funktioniert ganz gut, solange die Festplatte in Ordnung ist und keine Fehler beim Schreiben auftreten. In manchen Fällen möchte man jedoch eine Festplatte gerade deshalb von sensiblen Daten befreien, weil sie defekt ist und Lese- oder Schreibfehler verursacht. Wie die Datenrettung durchgeführt wird, sei mal nicht Bestandteil dieses Artikels. Ich gehe von einem entsprechenden Backup aus, welches auf einer frischen Platte zum Einsatz kommt.

Der Befehl dd kennt noch eine Option namens conv.  Hier kann man noerror angeben. In der Hilfe steht jedoch, dass Lesefehler ignoriert werden. Ob das auch auf Schreibfehler angewandt wird, ist unklar.

Wer weiß Bescheid, wie man so viele Sektoren wie möglich einer defekten Festplatte beschreibt?

In meinem Fall hat conv=noerror geholfen. Möglicherweise hat aber beim ersten Versuch auch die Fehlerkorrektur der Festplatte eingesetzt und der defekte Block wurde durch einen fehlerfreien Ersatzblock ersetzt.

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Datensicherheit, Festplatte, Formatieren, Löschen, Schreibfehler
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