Umstieg auf Linux

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WLAN weg nach Aktualisierung von 9.04 auf 9.10

Thomas | 7. Mai 2010

Ich hatte hier noch einen Rechner, bei dem ich davon ausging, dass er auf Ubuntu 8.04 mit Long Term Support läuft. Diesen wollte ich nun direkt auf 10.04 aktualisieren. Leider stellte sich heraus, dass doch schon Ubuntu 8.10 installiert war, so dass ich also nun dreimal ein Update durchführen musste. Das Update von 8.10 auf 9.04 erfolgte problemlos, nach dem Update von 9.04 auf 9.10 war jedoch das WLAN nicht mehr verfügbar, was mich irgendwie am Update auf 10.04 hindert.

Ein Blick in das Hardwaretreiber-Programm zeigt jedoch, dass der proprietäre Treiber für die Broadcom Karte aktiviert ist. Ein Blick auf die Liste der PCI-Geräte bestätigt: der Treiber sollte auch zur Hardware passen.
lspci | grep Network
0c:00.0 Network controller: Broadcom Corporation BCM4312 802.11b/g (rev 01)

Ein nächster Blick in die WLAN Eigenschaften zeigte, dass dort ein Hashcode oder ähnliches im Passwortfeld eingetragen war, nicht aber das von mir verwendete Passwort zur Sicherung des WLAN Zugangs. Ein Austausch brachte leider keine Verbesserung.
Eine andere Fehlerquelle könnte laut Ubuntu Wiki ein geladenes Modul ndiswrapper sein. Ein
lsmod | grep ndis

brachte jedoch keine Ausgabe, so dass dies nicht der Fall ist. Auch die Module ssb, b43 und b44 sind nicht geladen.

Da ich keine andere Idee mehr hatte, habe ich ein Netzwerkkabel angesteckt, den proprietären Treiber entfernt und danach wieder aktiviert. Jetzt ist die WLAN-Verbindung wieder verfügbar.

Hardware Treiber Hardware Treiber
Passwort Passwort

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Ubuntu 8.04 Desktop, Ubuntu 8.10
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Hash, Modul, Passwort, WLAN
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Update Marathon: 8.04 auf 9.04 aktualisieren

Thomas | 29. Mai 2009

Ich hatte hier noch einen Rechner, der mit der Long-Term-Support Version 8.04 von Ubuntu ausgestattet war. Der Rechner wurde inzwischen durch einen Laptop ersetzt. Die Datenmigration hatte ich bereits vorgenommen. Der Rechner soll nun weitervermittelt werden. Dafür möchte ich Ubuntu 9.04 aufspielen.

Zuvor dachte ich mir: probier doch mal aus, wie sich ein Update von Ubuntu über zwei Versionen hinweg gestaltet.

Gedacht, getan: in den Optionen habe ich aktiviert, dass  die Versionsaktualisierungen angezeigt werden sollen, dann habe ich die Aktualisierungsverwaltung gestartet. Diese bot jedoch nur Version 8.10 als nächste Version an. Nach einem Download von ca. 2 Stunden (DSL 2000) ging die Installation los. Spät nachts (gegen 0:30 Uhr) hatte ich dann keine Lust mehr und habe den Rechner über Nacht weiterinstallieren lassen.

Dummerweise erschien zwischendurch eine Nachfrage zum Überschreiben einer Konfigurationsdatei, die die weitere Installation blockierte – ungeschickt. Hier wäre vielleicht ein Timeout angebracht, der nach einer gewissen Zeit, die Default-Antwort auswählt, eine Sicherungskopie der alten Datei anlegt und den Benutzer in einer Art Zusammenfassung informiert, was er noch tun muss.

Nach dieser Aktion war Ubuntu 8.10 dann jedoch auch komplett aktuell. Weitere Sicherheitsaktualisierungen mussten nicht mehr eingespielt werden.

Am Tag darauf wiederholte ich das Spiel für Ubuntu 9.04. Der Download dauerte diesmal 1 1/2 Stunden, die Installation zog sich dann aber wieder mehrere Stunden hin. Und wieder erschien eine Abfrage zum Ersetzen oder Beibehalten einer Datei. Also gab es noch keine Verbesserungen in dieser Hinsicht.

Jetzt wo der Rechner auf dem aktuellen Stand ist, werde ich ihn wohl komplett löschen und eine jungfräuliche Ubuntu 9.04 Installation aufsetzen. Schließlich will ich nicht riskieren, dass irgendwo persönliche Daten übrig geblieben sind. Der Upgrade-Marathon war ja auch nur ein Test, um zu wissen, wie ein solches mehrstufiges Upgrade abläuft.

Schön wäre sicherlich auch gewesen, direkt von 8.04 auf 9.04 zu aktualisieren. Na ja: Ubuntu hat auch noch seine Verbesserungsmöglichkeiten.

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Desktop, Ubuntu 8.04 Desktop, Ubuntu 8.10, Ubuntu 9.04 Desktop
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Intrepid Ibex, Jaunty Jackalope, LTS, Ubuntu 8.10, Ubuntu 9.04, Update
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Tastenkombinationen optimieren

Thomas | 1. Januar 2009

Ich hatte mich unter Windows bereits an die Benutzung der Windows-Taste gewöhnt. Windows+D zur Anzeige des Desktops und andere Kleinigkeiten habe ich nun versucht unter Ubuntu nachzubasteln.

Zunächst wird unter Ubuntu die Windows-Taste wie eine richtige Taste behandelt und nicht wie eine Modifizierer-Taste (wie z.B. Shift oder Strg). Das lässt sich jedoch System/Einstellungen/Tastatur ändern. Dort wählt man “Other Options” (Ubuntu 8.10) bzw. “Belegungseinstellungen” (Ubuntu 8.04). Dort öffnet man die Ansicht “Alt/Win key behaviour” und wählt “Hyper is mapped to the Win-Keys”.

Jetzt kann man unter System/Einstellungen/Tastenkombinationen Tasttenkombinationen vergeben und dabei die Windows-Taste verwenden. Wenn man das ohne die vorherige Änderung durchführt erscheint schon beim Druck auf die Windows-Taste der Eintrag “Super L” und die Festlegung ist schon beendet. Ist “Hyper” aktiv wartet Ubuntu auf den Druck einer zusätzlichen Taste, so dass Tastenkombinationen verwendet werden können.

Auf diese Weise lassen sich schon einmal folgende Tastenkombinationen aktivieren, die unter Windows standardmäßig so belegt sind:
Desktop anzeigen (Win+D) = Fenstermanagement / Alle Fenster verbergen und den Desktop fokussieren
Ausführen (Win+R) = Desktop / Den “Anwendung ausführen” Dialog des Panels anzeigen
Bildschirm sperren (Win+L) = Desktop / Bildschirm sperren
Explorer (Win+E) = Desktop / Persönlicher Ordner
Suchen (Win+F) = Desktop / Suchen

Jetzt gibt es an meinem Lenovo 3000 N200 noch Fn-Tastenkombinationen, die zwar unter Windows etwas bewegen, unter Ubuntu jedoch nichts tun. Das ist zum Beispiel die Fn+F5 Taste, die unter Windows eine Auswahl von WLAN Access Points anzeigt. Eine Analyse mittels sudo showkey von einem reinen Textterminal (z.B. Strg+Alt+F1) zeigt, dass diese Taste den Keycode 238 hat. Ob weiterführend diesem Keycode ein X Event zugeordnet ist erfährt man mit xev (X event tester). Es sollte von einer Konsole gestartet werden, damit man die Ausgabe sehen kann. Dort erfährt man, dass das Event XF86WLAN heißt.

Diese Taste möchte ich zum Leben erwecken. Zunächst möchte ich mit dieser Taste das Ethernet (LAN) abschalten. Dazu öffne ich den Konfigurationseditor gconf-editor und setze folgende Einstellungen:
/apps/metacity/keybinding_commands/command_1 = sudo ifconfig eth0 down
/apps/metacity/global_keybindings/run_command_1 = XF86WLAN
Das gibt Ubuntu zu verstehen, dass beim Auftreten des X Events XF86WLAN, welches beim Druck der Taste Fn+F5 ausgelöst wird, das Kommando sudo ifconfig eth0 down ausgeführt werden soll.

Jetzt benötigt dieser Aufruf leider ein Passwort, so dass das Kommando nicht erfolgreich ausgeführt werden kann, wenn die Taste gedrückt wird. Da muss man noch ein bisschen Nacharbeit leisten: mit dem Gruppenmanager (System/Systemverwaltung/Benutzer und Gruppen) oder alternativ auf der Konsole mit sudo nano /etc/group erstellt man eine eigene Gruppe für die Tastatur, z.B. mit dem Namen specialkeyuser. Dieser Gruppe fügt man den Benutzer hinzu, der diese Tastenkombination ausführen können soll. Spätestens jetzt muss man aber wieder einmal die Konsole bemühen, um mit sudo nano /etc/sudoers einen Eintrag zu erstellen, der der Gruppe specialkeyuser das Recht einräumt, sudo für ifconfig aufzurufen, ohne das Passwort einzugeben. Der Eintrag dafür lautet %specialkeyuser ALL=(ALL) NOPASSWD: /sbin/ifconfig.

Jetzt kann ich mit Fn+F5 den Ethernet-Adapter abschalten. Nur einschalten nicht… Dazu braucht man ein kleines Skript, welches den Adapterstatus prüft und abhänging davon den Netzwerkadapter ein- bzw. ausschält. Das könnte z.B. so aussehen:
#!/bin/bash
if [ `ifconfig | grep eth0 | wc -l` = "1" ]; then
sudo ifconfig eth0 down
else
sudo ifconfig eth0 up
fi

Zunächst wird mit ifconfig der Status aller Netzwerkkarten ausgegeben. Dann wird mit grep nach der Netzwerkkarte eth0 gesucht. Mit wc -l werden die übrig gebliebenen Zeilen gezählt. Ist die Anzahl 1, ist der Adapter gerade aktiv und muss beendet werden. Ist die Anzahl Zeilen 0, ist der Adapter nicht aktiv und muss gestartet werden. Das Skript habe ich unter dem Namen network.sh in meinem Home-Verzeichnis abgelegt mit mit chmod +x ausführbar gemacht. Zu guter letzt muss ich anstelle des bisherigen Eintrags mein kleines Skript ablegen:
/apps/metacity/keybinding_commands/command_1 = /home/user/network.sh

Hyper Key Hyper Key
Tastatureinstellungen Tastatureinstellungen
X Event Tester X Event Tester

Randbemerkungen:
Das Shell-Skript ist vermutlich nicht sonderlich robust. Vergibt man beispielsweise mehrere IP-Adressen pro Netzwerkadapter, so gibt es den Anschluss eth0 mehrfach und das Skript würde das Zählen von Zeilen nicht mehr richtig machen. Für ein einfaches Laptop ohne Serverbetrieb sollte das Skript aber ausreichen.

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Navigation mit OpenStreetMap

Thomas | 31. Oktober 2008

Wer OpenStreetMap unter Ubuntu zur Navigation verwenden möchte, kann die Software navit installieren. Leider kennt Ubuntu dies weder als Anwendung, noch als Synaptic Paket. Eine neue Paketquelle schafft Abhilfe.

Beim Aktualisieren fehlt ein GPG Schlüssel, macht aber nix. Jetzt sollte die Suche nach navit ein Paket finden, das man installieren kann. Nach der Installation findet man Navit im Zubehör Menü.

Zu diesem Zeitpunkt hat man leider kein Kartenmaterial installiert, daher sucht man die Seite OpenStreetMap Quicklinks auf. Es stehen mehrere Karten zur Auswahl, die Deutschland-Karte belegt ca. 180 MB. Die heruntergeladene Datei legt man in einem beliebigen Ordner ab und benennt sie sinnvoll um.

Derzeit muss man die Konfiguration noch von Hand anpassen. Dafür eignet sich ein Terminal in welchem man sudo nano /etc/navit/navit.xml aufruft. Man sucht dort eine Zeile, die <mapset enabled=”yes”> enthält, entfernt die Kommentierung (<!– und –>) und ersetzt die innere Zeile <map type=”binfile” enabled=”yes” data=”/path/to/mymap.bin” />. Mehrere Karten sollten durch mehrere MAP-Einträge möglich sein.

Seine Homezone trägt man in die Zeile  <navit center=”4815 N 0843 E” …> ein. Ansonsten kann man die Position (Start) und das Ziel über die rechte Maustaste setzen.

Die Karten werden jeweils samstags neu erstellt.

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