Umstieg auf Linux

Windows erfolgreich durch Ubuntu oder Linux Mint ersetzen.
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Ubuntu Versionsnummer ermitteln

Thomas | 9. Januar 2013

Für meine Frau habe ich eine Ubuntu LTS Version als Betriebssystem ausgewählt, damit sie länger auf einer stabilen Basis arbeiten kann und ich ihr Laptop nicht ständig für irgendwelche Updates in Beschlag nehmen muss. Heute fragte ich mich, welche LTS Version das wohl gewesen sein mag, denn auch die 10.04 LTS läuft langsam aus. Es könnte jedoch auch noch Version 8.04 LTS sein, die schon seit geraumer Zeit nicht mehr aktuell wäre.

Um diese Information zu ermitteln ist sicherlich vielen Linux-Neulingen der Befehl
uname -a
ein Begriff. Allerdings liefert der nicht gerade die allgemein übliche Bezeichnung des Betriebssystems, sondern irgendwelche kryptischen Ausgaben über Kernel-Versionen usw. Ein Ubuntu ist für uname einfach ein Linux.

Natürlich kann man mit Hilfe von Wikipedia und den Kernel-Versionen die Ubuntu-Version rekonstruieren und so herausfinden, dass meine Frau 2.6.32-45 wohl ein Ubuntu 10.04 nutzt. Aber gibt es keine einfachere Variante?

Ein netter Befehl dafür ist
lsb_release -d -s
der eine Ausgabe in der Form
Ubuntu 10.04.4 LTS
liefert. Das ist doch mal ein bekannter Name…

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Mono für die Konsole

Thomas | 22. Juni 2012

Nach meinem Umstieg von Ubuntu auf Linux Mint habe ich natürlich auch MonoDevelop wieder installiert. Ein unter Ubuntu erstelltes Projekt wollte unter Linux Mint nicht mehr compilieren, weil diverse GTK Bibliotheken nicht verfügbar waren. Da es sich allerdings um ein Konsolenprojekt handelt, habe ich nicht lange gefackelt und die Referenzen einfach entfernt. Das hat dann auch gut geklappt.

Mit diesem Erfolg wollte ich mein Programm dann auf dem Server (Ubuntu 10.04) von der Konsole aus starten. Dort allerdings musste ich zunächst den Fehler

Unhandled Exception: System.TypeInitializationException: An exception was thrown by the type initializer for System.Drawing.GDIPlus ---> System.DllNotFoundException: libgdiplus.so.0

beseitigen. In meinem Fall führte ein

sudo apt-get install libgdiplus

zum Erfolg.

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Update auf Ubuntu 11.10

Thomas | 23. März 2012

Nach meinen schlimmen Erfahrungen mit Ubuntu 11.04, meiner Meinung nach die schlechteste Ubuntu-Version, die ich je kennengelernt habe, wollte ich nur noch schnell sehen, ob mein Rechner mit Ubuntu 11.10 überhaupt nicht mehr funktioniert, um dann auf Linux Mint umzusteigen.

Die Installation verlief alles andere als reibungslos. Anfangs sah es noch gut aus, bis dann der Bildschirm mit Streifen überzogen wurde und ich von der Installation überhaupt nichts mehr mitbekommen habe. Zu diesem Zeitpunkt habe ich erst einmal gewartet, bis die Festplatten-Leuchte keine Aktivität mehr anzeigte, in der Hoffnung, dass die Installation dann weitgehend abgeschlossen ist und ein Neustart vielleicht weniger riskant ist.

Vor dem Ausschalten habe ich noch einige Tastenkombinationen Strg+Alt+Fx ausprobiert und siehe da: irgendwo kam eine Meldung, dass der X-Server neu gestartet werden müsste. Und dann erschien auch wieder die Aktualisierungsverwaltung. Noch mal Glück gehabt – aber definitiv nichts für Linux-Einsteiger, die sich vermutlich spätestens zu diesem Zeitpunkt wieder Windows zurückwünschen.

Hier die Bildstrecke:

Aktualisierung Aktualisierung
Hinweise Hinweise
Vorbereitung Vorbereitung
Deaktiviert Deaktiviert
Eingerichtet Eingerichtet
Download Download
Erhöht Erhöht
Installation Installation
Veraltet Veraltet
Neustart Neustart

Nach Abschluss der misslungenen Installation war ich gespannt: was wird Unity wohl diesmal sagen, wenn schon unter Ubuntu 11.04 die Hardware angeblich nicht unterstützt war? Doch meine Installationsmühen wurden mit voller Auflösung belohnt. Keine Fehlermeldung zur Grafikkarte, nichts. Als wäre da nie ein Problem gewesen.

Der große Schreck dann jedoch nach der Anmeldung: Wo ist das Menü? Wo ist der Minimieren-Button? Wo ist der Schließen-Button? Warum kann ich jedes Programm nur noch einmal starten? Wie kann ich den neuen “Launcher” oder wie das Ding heißt so konfigurieren, dass er immer da bleibt? Warum muss man zum Umschalten der Arbeitsfläche jetzt zweimal klicken? Wo sind die Programme, die die letzten vier Jahre in Kategorien eingeteilt waren? Wie wechsle ich von einem Programm zum anderen? Wo ist Evolution?

Wenn man das Menü dann mal gefunden hat, stellen sich weitere Fragen: warum ist das Menü nicht mehr beim Fenster? Warum ist der Schließen Button mal links und mal rechts?

Doch mit etwas Mühe kann man einige Eigenheiten wieder in den Griff bekommen. Ich fange mal mit dem Menü an: das Menü lässt sich wieder dem Fenster zuordnen, wenn man auf der Konsole (irgendwie mein Lieblingswerkzeug) das indicator-appmenu entfernt.

apt-get remove indicator-appmenu

Zum Übernehmen dieser Einstellung muss man sich allerdings abmelden und wieder anmelden. Außerdem löst es noch nicht die sprunghaften Minimieren/Maximieren/Schließen-Buttons.

Ja wo ist denn Ja wo ist denn

Evolution lässt sich nachinstallieren:

sudo apt-get install evolution

Und falls das aufgrund von defekten Paketen nicht klappt (wie in meinem Fall), dann tippt man beim Launcher  ”paket” ein, startet die Synaptic Paketverwaltung und repariert das Paket evolution-common.

Beim Starten von Evolution will dieses die gespeicherten Nachrichten in ein neues Format (mbox nach maildir) konvertieren. Das klappte bei mir nur bedingt: bei 11 Email-Konten gab es keinen Posteingang mehr, vier weitere Email-Konten hatten zwar einen Posteingang namens INBOX, Nachrichten waren allerdings nur in den Unterordnern vorhanden – und das sind bei mir leider die wenigsten Nachrichten.

Beheben lässt sich dieser Zustand durch Abmelden und Wiederanmelden des entsprechenden Ordners. Dazu klickt man mit der rechten Maustaste auf das Konto, dann auf “Abonnements verwalten”. Im  folgenden Fenster wählt man den Posteingang ab (sofern er überhaupt angemeldet ist) und wieder an. Jetzt ist der Posteingang wieder da.

Kaputt Kaputt
Verwalten Verwalten
Abonnieren Abonnieren

Ein Doppelklick auf eine Email öffnet diese im neuen Fenster. Klickt man nun auf die Titelleiste von Evolution, kommt das Evolution Hauptfenster nicht in den Vordergrund. Ein Klick an eine andere Stelle führt zum gewünschten Ergebnis. Damit bin ich nicht zufrieden…

Auch nach zwei Wochen hatte ich mich noch nicht an die dünnen Scrollbalken gewöhnt, die so funktionieren, dass man zunächst über den Scrollbalken fährt, woraufhin die eigentlichen Scollbalken-Leiste erscheint. Um diese zu benutzen, muss man dann wieder ein Stückchen mit der Maus zurückfahren. Das ist sehr unnatürlich. Folgende Befehle haben Abhilfe geschaffen:

sudo echo "export LIBOVERLAY_SCROLLBAR=0" |sudo tee /etc/X11/Xsession.d/80-disableoverlayscrollbars
sudo apt-get remove liboverlay-scrollbar-0.1-0 overlay-scrollbar

Ein sehr seltsames Phänomen gibt es auch im Zusammenhang mit LibreOffice. Hat man ein anderes Fenster im Vordergrund und klickt dann auf das Menü von LibreOffice, so kommt das LibreOffice-Fenster nicht in den Vordergrund, sondern nur noch das Menü. Das wirkt alles so unfertig und nicht getestet.

Z-Order Z-Order

Der Launcher lässt sich seltsamerweise nicht über ein Launcher-Settings Programm verändern, sondern über die Compiz-Settings. Die muss man jedoch auch erst einmal installieren.

sudo apt-get install compizconfig-settings-manager

Danach  kann man im Launcher “Compiz” eingeben und dann die Einstellungen verändern und zwar vom Unity Plugin auf “Never”. Allerdings heißt never in diesem Fall nicht nie, sondern “nur dann nicht, wenn kein Fenster den Platz haben möchte”. Konkret bedeutet dies, dass das Menü beim maximieren von Fenstern oder beim Verschieben von Fenstern an den linken Rand dann doch wieder verschwindet. Was für ein Sch****…

Unity Plugin Unity Plugin
Hide Never Hide Never

Nach meinen Windows-Festplatten habe ich auch lange gesucht. Man findet sie im “Explorer” Nautilus Menü unter Gehe zu / Rechner. Will man Dateien zwischen zwei Ordnern kopieren, kann man in Ubuntu 11.10 nicht mehr einfach zwei Instanzen von Nautilus starten, sondern muss über Ctrl+N (oder Datei/Neues Fenster) ein neues Fenster öffnen.

Ein Klick auf “Persönlicher Ordner” öffnet auch nicht unbedingt den persönlichen Ordner, sondern holt lediglich ein bestehendes Nautilus in den Vordergrund. Welchen Ordner das gerade geöffnet hat ist Ubuntu ziemlich egal. Will man wirklich zum persönlichen Ordner, hilft Gehe zu / Persönlicher Ordner oder Alt+Pos1, was aber auf einem Lenovo Laptop eine ziemlich ungeschickte Tastenkombination ist, weil man dazu die Fn-Taste braucht.

Da ist sie Da ist sie

Als ich auf mein Subversion Repository zugreifen wollte, musste ich feststellen, dass RabbitSVN nicht mehr funktioniert oder nicht mehr installiert ist. Für den Moment habe ich auf die Kommandozeile zurückgegriffen.

Was auch nicht mehr funktioniert, sind meine Tastenkombinationen, die ich mir mühsam eingerichtet habe. Ganz besonders ärgerlich ist, dass Windows+T jetzt den Trash (Papierkorb) öffnen, anstatt die Konsole. Ich frage mich wirklich, warum der Papierkorb eine eigene Tastenkombination braucht. In den vergangenen vier Jahren mit Ubuntu habe ich vielleicht sechs mal den Papierkorb geöffnet. Auch Windows+D (Desktop) funktioniert nicht mehr. Dafür gibt es im Launcher jede Menge neue Tastenkombinationen, mit denen man ein Programm starten kann. Die wiederum will ich aber gar nicht haben.

Die Windows-Taste allein öffnet wie neuerdings unter Windows 7 ein Feld zum Suchen von Programmen. Doch auch das verhält sich nicht so, wie ich es gern hätte. Einerseits wäre genug Platz, um 3 Reihen à 6 Symbole anzuzeigen – tatsächlich versteckt der Launcher jedoch eine Menge Einträge, so dass man immer noch zusätzlich auf den Eintrag “xx zusätzliche Elemente anzeigen” klicken muss, um das richtige Programm zu finden.

Platz Platz

Weitere Recherchen ergaben, dass Compiz bei mir gar nicht wirklich aktiv war, sondern Metacity. Deshalb hat auch die Einstellung “Never” für den Launcher keine Wirkung gezeigt. Ein kleines Bash-Script (Quelle: Ubuntu-Forum) kann Compiz tatsächlich aktivieren. Allerdings hält das nur bis zum nächsten Neustart.

#!/bin/bash
compiz --replace &

Andere Dinge, die mich nerven, aber für die ich wirklich keinen Nerv mehr habe, mich darum zu kümmern:

  • Mit Launcher gestartete Programme starten sich manchmal im Hintergrund, manchmal gar nicht
  • Alt+Tab funktioniert nicht, wenn man in der Topbar einen Menüpunkt geöffnet hat
  • Fenster skalieren ist mit Ubuntu 11.10 extrem schwierig geworden  (rechte untere Ecke treffen)
  • Der Launcher ist manchmal unsichtbar (siehe Bild unten)
  • Hin und wieder sind zwei Launcher  übereinander (siehe Bild unten)
  • Platzverschwendung durch großflächige Werbung im Software-Center (siehe Bild unten)
Unsichtbar Unsichtbar
Verdoppelt Verdoppelt
Verschwendet Verschwendet

Nach 8 Wochen vergeblicher Mühe, Ubuntu 11.10 bedienbar zu machen, habe ich mich nun entschlossen, auf Ubuntu zu verzichten und stattdessen den Shootingstar Linux Mint auszuprobieren.

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Update auf Ubuntu 11.04

Thomas | 25. Januar 2012

Das Update auf Ubuntu 11.04 bringt wohl einige grundlegende Änderungen, wie ich bereits von Verwandten erfahren und in der c’t gelesen habe. Viele kommen mit der neuen Oberfläche namens Unity nicht besonders gut zurecht. Insbesondere die Apple-ähnliche Menüleiste erfordert bei normaler Benutzung einige Klicks mehr als früher. Damit ist die neue Menüleiste vielleicht platzsparend, aber nicht mehr besonders bedienerfeundlich.

Zudem habe ich selbst erfahren dürfen, was es heißt, von einem Kernel-Bug betroffen zu sein, der das ganze System in regelmäßigen Abständen lahmlegt. Eine von mir aufgezeichnete Audio-Datei kam dabei nur zerstückelt auf dem Rechner an – schade um die vergeudete Zeit.

Dennoch habe ich mich nun entschieden, das Update auf Ubuntu 11.04 durchzuführen, nachdem ich schon länger als ein Jahr bei Ubuntu 10.10 festhänge. Sollte mir die zukünftige Entwicklung von Ubuntu nicht gefallen, so muss ich das auch herausfinden, damit ich mir rechtzeitig etwas anderes suchen kann.

Vor diesem Hintergrund habe ich diesmal kein Backup meiner Daten gemacht, sondern auch gleich mal gründlich aufgeräumt, um im Notfall vielleicht gleich einen Neuanfang mit einer anderen Linux-Distribution zu versuchen. Außerdem war auf meiner Festplatte ohnehin nicht mehr viel Platz, da kam die Aufräumaktion gerade richtig. Dank Subversion ist ein Backup auch nicht mehr ganz so wichtig wie früher.

Das Update läuft prinzipiell wie gewohnt ab. Die Aktualisierungsverwaltung zeigt an, dass eine neue Distribution verfügbar ist. Dann startet sich die Distributionsaktualisierung und installiert in sechs Schritten die neue Version.

  1.  Systemaktualisierung wird vorbereitet
  2. Neue Softwarepakeetquellen werden eingerichtet (und alte deaktiviert)
  3. Aktualisierungen werden heruntergeladen (in meinem Fall knapp 2 GB – 2:19 Stunden)
  4. Aktualisierungen werden installiert
  5. Aufräumen
  6. Rechner wird neu gestartet

Zwischendurch erscheint ein Dialog zum Neustart von Diensten für das Upgrade der PAM Bibliothek. Ich kann mir vorstellen, dass der unbedarfte Ubuntu-Nutzer damit nicht viel anfangen kann – ich selbst kann es auch nicht so genau sagen. Immerhin weiß ich, was Dienste sind und dass man sie neu starten kann. Da es aber wenig Auswahlmöglichkeiten gibt, wird wohl jeder auf “Vor” klicken. Da fragt sich nur, warum die Installation von einer solchen Meldung unterbrochen wird, wenn man sowieso keine Wahl hat.

Das Installieren der Pakete wurde mit 17 Stunden abgeschätzt. Ein Grund, warum ich Aktualisierungen sowieso immer über Nacht durchführen lasse.

Die Konfigurationsdatei /etc/sudoers soll auch durch eine neue Version ersetzt werden. Was das genau bedeutet wird für Laien nicht erklärt. Und wer sich die Unterschiede anzeigen lässt, der muss auch noch das Diff-Format verstehen. Nicht gerade benutzerfreundlich.

Die Schritte im Bild:

Vorbereitung Vorbereitung
Drittanbieter Drittanbieter
2:19 Stunden 2:19 Stunden
Unterstützt Unterstützt
PAM Neustart PAM Neustart
Installation Installation
Ersetzen Ersetzen
Details Details

Nach dem Neustart meldet sich Ubuntu mit dem Startbildschirm, der sich außer der Versionsnummer nicht verändert hat. Beim Login dann die Überraschung: Unity kann aufgrund von Inkompatibilitäten mit der Hardware nicht gestartet werden. Damit fällt Ubuntu zurück auf die Classic-Oberfläche, also Gnome. Nicht so schlimm, dachte ich mir zu diesem Zeitpunkt, denn womöglich wäre ich mit Unity ohnehin nicht zurechtgekommen. Etwas später stellte ich dann die Überlegung an, was wohl bei einem weiteren Update auf 11.10 passieren würde, wenn Gnome gar nicht mehr unterstützt wird.

Aber generell war dies erst der Anfang einer Reihe von Unannehmlichkeiten, die mich letztendlich zum Schluss kommen lassen, dass Ubuntu 11.04 die schlechteste Distribution war, die ich je von Ubuntu kennengelernt habe (ich bin seit Version 7.10 durchgehend dabei).

Evolution ist nicht mehr der Standard-Email-Client. Evolution soll durch Thunderbird ersetzt werden. Immerhin ist Evolution noch installiert. Beim Start von Evolution fragt es freundlicherweise, ob es zukünftig wieder das Standard-Programm sein soll.

Die Scrollbalken sind zu einer dünnen Linie geschrumpt. Der Scrollbereich blendet sich erst ein, wenn man in die Nähe des orangenen Streifens fährt. Das ist extrem nervig, denn nun muss man eine kleine Zacke fahren, um den Scrollbalken zu erwischen. Selbst nach drei Wochen fällt es mir noch schwer, auf Anhieb richtig zu scrollen. Schon mehrmals habe ich aus diesem Grund Email-Ordner in Evolution in einen anderen Ordner verschoben.

OpenOffice wurde durch LibreOffice ersetzt. Das ist nicht weiter schlimm, aber die Icons sehen alle unterschiedlich aus und es zwingt die Leute wieder zum Umlernen, nachdem sie sich nun endlich an OpenOffice gewöhnt haben (zumindest in meinem Bekannten- und Verwandtenkreis).

Auch gewöhnungsbedürtig ist das neue Verhalten von LibreOffice, alle Programme als eines zu behandeln. Konkret bedeutet das, dass man z.B.  Math und Writer separat öffnen kann, beim Beenden eines der Programm dann aber beide geschlossen werden. Die Screenshots zeigen den Vorgang: zuerst wird Writer geöffnet (Unbenannt 1), dann Math (unbenannt 2). Beim Beenden von Math erscheint sofort die Nachfrage, ob Unbenannt 1 (also der Writer!) gespeichert werden soll. Ja geht’s denn noch?

Bei Firefox hat sich ein Bug eingeschlichen, der es unmöglich macht, die Icons hinter dem Google Suchfeld zu benutzen: ist man mit dem Cursor weit weg, sind alle Icons sichtbar. Fährt man näher hin, klappen sie sich zusammen und lassen sich nicht mehr anklicken. Umgekehrt wäre es irgendwie sinnvoller, wenn so eine Spielerei überhaupt sein muss.

Sehr nervig sind auch die schwarzen Bereiche, die übrig bleiben, wenn man ein Fenster verschiebt. Nach und nach zeichnen sich die Bereiche dann wieder neu, wer aber Verwandte und Kollegen betreut, dürfte bei einem solchen Verhalten schnell einige Stunden Support leisten.

Evolution Evolution
Scrollbalken Scrollbalken
LibreOffice LibreOffice
Math beenden Math beenden
Writer speichern Writer speichern
Firefox Firefox
verschwinden verschwinden
Schwarz Schwarz

Der eigentliche Hammer ist allerdings der fehlerhafte Kernel, der bei mir reproduzierbar bei der Verwendung von Moneyplex Aussetzer von über 20 Minuten verursachte. Da ich auf Moneyplex zur Tätigung meiner Bankgeschäfte angewiesen bin, war das nicht tragbar. Eine Lösung musste her. Dank Internet sah es so aus, als wäre eine schnelle und einfache Lösung parat: PPA Paketquellen angeben und auf Kernel 2.6.39 aktualisieren:

sudo add-apt-repository ppa:kernel-ppa/ppa
sudo apt-get update
apt-cache showpkg linux-headers
sudo apt-get install linux-headers-2.6.39-0 linux-headers-2.6.39-0-generic linux-image-2.6.39-0-generic --fix-missing

Die angebliche Lösung in Form von Shell-Befehlen funktioniert allerdings nicht, da die PPA Paketquellen nicht verfügbar sind. Daher muss man sich den Kernel manuell als DEB-Datei runterladen und installieren. Bei der Gelegenheit muss man wissen, dass das Software-Center viel zu früh in den Ursprungszustand zurückkehrt und erneut “Installieren” anzeigt, obwohl die Installation noch gar nicht abgeschlossen ist. Hier muss man also zusätzlich mit dem System-Monitor beobachten, ob die Installation noch läuft oder schon beendet ist.

Zurück Zurück

Bei der Gelegenheit gleich noch einen Hinweis  auf einen Fehler im Systemmonitor. Ich hatte nach der Spalte “CPU%” absteigend sortiert, um zu sehen, ob noch irgendwelche Programme laufen, die mit der Installation zu tun haben könnten. nach einiger Zeit standen nur noch Programme mit 0% oben in der Liste. Das war jedoch nicht korrekt, denn die Festplatte arbeitete wie verrückt (was nicht unbedingt CPU-Auslastung bedeuten muss, aber in diesem Fall war es so). Der Grund für die falsche Anzeige war, dass der Systemmonitor mit der Zeit nach unten scrollt. D.h. man muss selbst immer wieder nach oben scrollen, um die Top CPU-Verbraucher zu erkennen. Für eine echte Systemuntersuchung ist das programm also nicht zu gebrauchen – schließlich will ich nicht ständig scrollen, sondern vielleicht einen Fehler reproduzieren, während ich den Systemmonitor benutze.

Nachdem der neue Kernel endlich installiert war, konne ich Moneyplex endlich wieder nutzen – allerdings nur im reduzierten Grafikmodus von Ubuntu, denn mit voller Auflösung stürzte Ubuntu 11.04 nun schon beim Booten ab. Seither muss ich beim Starten immer mehrere Fenster wegklicken – äußerst unproduktiv und für mich der Auslöser, baldmöglichst Ubuntu 11.10 zu installieren. Da warte ich auf das blaue Wunder, nämlich dass aufgrund fehlender Hardware-Unterstützung und fehlendem Gnome gar nichts mehr geht.

Vielleicht wurde verständlich, warum ich persönlich Ubuntu 11.04 aufgrund vorher genannter Umstände für die schlechteste Ubuntu-Version seit 7.10 halte.

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Tausende Bilder löschen

Thomas | 8. Januar 2012

Will man unter Ubuntu viele Bilder löschen, kann dies zur Geduldprobe werden. In meinem Fall wollte ich ca. 17000 Bilder löschen. Allerdings kam ich nicht dazu, denn die CPU-Auslastung stieg auf 100% und ich hatte keine Chance, etwas vernünftiges zu tun. Der Grund für die lange Wartezeit lag in der Erstellung der Vorschaubilder für den “Explorer” (Nautilus). Von Windows kenne ich ein solches Verhalten nicht.

Ausgelastet Ausgelastet

Geholfen hat mir letztendlich die Kommandozeile, aber das ist keine Lösung für Otto-Normalbenutzer. Immer wieder stoße ich auf Kleinigkeiten, die Windows-Benutzer hätten erledigen können, unter Ubuntu jedoch Probleme bereiten.

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Ugrade auf Ubuntu 10.10

Thomas | 29. Dezember 2011

Mein Upgrade von Ubuntu 10.04 auf 10.10 kommt spät, denn die Einstellung, dass ich auch Nicht-LTS-Upgrades installieren möchte, hat mein Ubuntu beim Umstieg von 9.10 auf 10.04 wohl wieder vergessen. Dadurch wurde ich lange Zeit nicht über das anstehende Release informiert.

Inzwischen habe ich einige zusätzliche Software wie TexLive und TexMaker installiert, was sich auch in der Menge der heruntergeladenen Pakete widerspiegelt. Die Downloadzeit von 2 Stunden hat Ubuntu  gut geschätzt. Die Liste der nicht mehr unterstützten Programme war für meine Begriffe diesmal unerheblich, dafür gab es eine Abfrage, die unbedarfte Nutzer wieder einmal zum Telefonhörer greifen lässt: benutze ich GDM oder KDM, stand gleich zu Beginn der Installation zur Auswahl. Ubuntu = GDM, Kubuntu = KDM habe ich mal getippt. Wie es allerdings auf die Idee kommt, ich hätte KDE installiert, bleibt mir ein Rätsel.

Die Installation zog sich dann bis über Mitternacht hinaus: knappe 3 Stunden habe ich damit verbracht zuzuschauen, wie die meiste Zeit nur ein Prozessor am Update arbeitet. Die Konsole überschlug sich dabei vor Warnungen, dass ein bestimmter Pfad nicht gefunden wurde. Später wurde die Fehlermeldung abgelöst von der Meldung, dass eine Software fehlerhaft sei, die den D-Bus benutzt. Zu guter Letzt musste ich noch eine Abfrage zu einem Diff beantworten, der glücklicherweise lediglich eine Änderung in der Groß-/Kleinschreibung zum Inhalt hatte. Von einem Desktop-Betriebssystem für Normalsterbliche ist das noch weit entfernt.

Nach dem Neustart hatte ich dann zwei Evolution Icons in meiner Schnellstartleiste: ein deutsches (wie bisher) und ein englisches. Das hat mich gleich interessiert und prompt wurde ich mit leeren, nichtssagenden Fenstern konfrontiert. Ein Klick auf das deutsche Icon brachte Besserung. Also habe ich das englische Icon schnell entfernt, bevor weiteres Unheil angerichtet ist.

Leer Leer

Evolution zeigt auch gleich die stärkste Änderung: nicht nur die Schriftart hat sich geändert, sondern Evolution zeigt Nachrichten jetzt auch in einer Art Thread-Ansicht an, d.h. zusammengehörende Nachrichten werden geschachtelt untereinander dargestellt. Diese neue Ansicht verhindert leider, dass Emails korrekt sortiert werden,

Auch gleich bemerkt habe ich, dass die automatische Vorschau für alle Email-Konten wieder aktiviert ist. Das bedeutet manuelles Deaktivieren für alle Accounts.

Ein schlechter Fehler ist mir beim Lesen meiner Spam-Mails aufgefallen: hier verwende ich oft die Funktion “Alles als gelesen markieren”. Neuerdings fragt Evolution nach, ob auch Unterordner als gelesen markiert werden sollen. Prinzipiell eine gute Idee – wenn es denn funktionieren würde. Stattdessen markiert Evolution überhaupt keine Emails als gelesen. Zudem ist diese Abfrage nur sinnvoll, wenn überhaupt ein Unterordner existiert, was bei meinem Spam-Ordner nicht der Fall ist. Fazit: gute Idee, aber grauenvoll umgesetzt. Außerdem wäre mit der neuen Thread-Ansicht ein ganz anderes Feature wünschenswert: “Thread als gelesen markieren”.

Unterordner Unterordner

Unabhängig davon sind mit dem Upgrade auch noch einige andere Einstellungen verloren gegangen, z.B. die Default-Größe des Terminals. Ein beherztes sudo nano /usr/share/vte/termcap/xterm und die Einstellung :co#160:it#8:li#50:\ richtet wieder meinen Standard ein (160 Zeichen und 50 Zeilen).

Alles in allem wieder ein Update, bei dem jeder Normalbürger vermutlich den Support hätte in Anspruch nehmen müssen. Schade eigentlich, denn ich hätte mittlerweile mehr von Ubuntu erwartet.

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OpenOffice Writer vs. Microsoft Word

Thomas | 22. Dezember 2011

Dieses Blog soll ja zeigen, welche Windows-Software durch welche Ubuntu-Software ersetzt werden kann. Tatsächlich erledige ich einen Großteil meiner Arbeit inzwischen unter Linux. Als möglicher Ersatz wird häufig OpenOffice für Word aufgeführt. Spätestens seit der Umstellung auf Ribbons in Office 2007 sehnen sich viele Menschen wieder nach der altbewährten Menüstruktur zurück und greifen auch hin und wieder zu Open Office. In Ubuntu ist Open Office das einzige vom Funktionsumfang mit Microsoft Office vergleichbare Programm.

Ich selbst kann mich nicht mit Open Office anfreunden. Es hat in vielen Bereichen, die ich öfter nutze, Schwachstellen. In diesem Artikel möchte ich auflisten, warum Open Office Writer für mich kein gleichwertiger Ersatz für Microsoft Word geworden ist.

Open Office Writer — Microsoft Word

Sofern nicht anders angegeben wurden die Probleme mit Open Office Writer Version 3.2.1.9505 unter Ubuntu 10.10 gefunden.

1. Rechtschreibkorrektur

Die Rechtschreibkorrektur von Open Office ist grauenhaft. Die folgenden Bilder zeigen die Rechtschreibprüfung für einen einfachen deutschen Satz. Urteilen Sie selbst, ob Sie damit arbeiten möchten.

Herrn Herrn
kenne kenne
ich ich
aus aus
meiner meiner
Vorlesung Vorlesung
seit seit
Sommersemester Sommersemester

Sie können das Problem beheben, indem Sie eine Extension für deutsche Rechtschreibung von OpenOffice.org herunterladen und installieren (über das Menü Extras/Extension Manager).

2. Speichern einer DOCX Datei

Wenn Open Office eine DOCX Datei geöffnet hat, warnt es davor, dieses wieder als DOCX zu speichern. Es schlägt stattdessen das ODF-Format vor. Diesen Vorschlag finde ich gut und die Begründung kann ich nachvollziehen. Daher klicke ich auch den Button “Im ODF Format speichern” an. Doch was macht Open Office? Es ändert den zuvor mühselig von Hand gesuchten Ziel-Ordner wieder auf den ursprünglichen Ordner ab. Das ist richtig nervtötend und dafür gibt es keinen plausiblen Grund. Die Bilder zeigen den Vorgang. Wer viele DOCX Dateien bearbeiten muss wird dami nicht glücklich.

Speichern unter Speichern unter
Warnung Warnung
Zurück Zurück

3. Öffnen von DOCX Dateien

Open Office wirbt damit, dass es DOCX Dateien öffnen kann. Das geht tatsächlich, wenn man auf die Formatierung keinen besonderen Wert legt. Das Ergebnis sieht in Open Office meist aus wie Kraut und Rüben. Die Bilder geben einen Eindruck von einem Dokument, welches in Word ein recht angenehmes Layout hatte.

Word Word
OpenOffice OpenOffice

4. Hintergrundbilder

Fügt man bei OpenOffice Bilder in den Hintergrund ein, lässt sich Text im Vordergrund nicht mehr markieren. Das gelingt selbst dann nicht mehr, wenn sich das Bild gar nicht im eigentlichen Text, sondern in der Kopfzeile befindet. Ein Bearbeiten von Text ist dann nur noch schwierig möglich. Solche Probleme kenne ich von Word nicht. Jetzt kann man natürlich fragen, wie oft man einen solchen Hintergrund braucht und ob das wirklich störend ist. Beispiele für sinnvolle Anwendungen: Firmenlogo oder Wasserzeichen im Hintergrund bzw. Einladungen auf einer Schriftrolle (siehe Bild)

Hintergrund Hintergrund

Datei zum selbst ausprobieren: OpenOffice Hintergrund Problem  (1,1 MB)

 

Alles in allem bin ich natürlich froh darüber, dass es OpenOffice überhaupt gibt, denn sonst hätte ich keine Chance, Word-Dateien unter Linux überhaupt zu bearbeiten. Die vielen kleinen Fehler machen das Arbeiten damit jedoch mühsam.

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Piwik von Kommandozeile installieren

Thomas | 27. Juni 2011

Die Piwik Webseite beschreibt, wie man Piwik per FTP installieren kann. Diese Möglichkeit ist jedoch langsam, wenn man bedenkt, dass man zuerst die Daten auf den lokalen Rechner herunterlädt, um sie dann wieder auf den Server hochzuladen. Schneller geht es vermutlich direkt auf dem Server. Und das geht so:

cd /var/www/xyz.de
sudo wget http://piwik.org/latest.zip
sudo unzip latest.zip
sudo rm latest.zip
sudo chmod 0777 piwik/tmp
sudo chmod a+w piwik/config
mysql -u root -p

Mit dem letzten Kommando wird die Datenbankverwaltung geöffnet. Dort legt man eine leere Datenbank an und vergibt Rechte für einen Benutzer. Etwa so:

CREATE DATABASE piwik_datenbank;
GRANT SELECT, INSERT, UPDATE, DELETE, CREATE, DROP, INDEX, ALTER, CREATE TEMPORARY TABLES, LOCK TABLES ON piwik_datenbank.* TO 'dein_user'@'localhost' IDENTIFIED BY 'dein_passwort';
exit;

Das war auch schon der Teil mit der Konsole. Der Rest geht ganz einfach über das Web, in diesem Beispiel durch Aufruf der URL http://xyz.de/piwik. Die Einrichtung übers Web ist ja reichlich beschrieben, so dass ich dies hier nicht wiederholen möchte.

In Deutschland nicht vergessen: gleich einloggen und das Plugin Anonymize-IP aktivieren.

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Opera 11.01 will nicht

Thomas | 30. März 2011

Seit einiger Zeit ist Opera 11.01 verfügbar, doch auf meinem System ließ es sich nicht installieren. Ubuntu brach die Installation immer mit der Fehlermeldung ab “Diese Aktion würde die Installation von Paketen aus nicht authentifizierten Software-Paketquellen erfordern.”

Aktualisierung Aktualisierung
Nicht vertraut Nicht vertraut

Folgende Kommandozeilenbefehle bewegten Opera dann doch zu einer Installation:
wget -q http://deb.opera.com/archive.key -O- | sudo apt-key add -
sudo apt-get update

Anschließend klappte die Installation über die Aktualisierungsverwaltung.

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Evolution – Fehler beim Säubern

Thomas | 26. Januar 2011

Vor einiger Zeit hatte ich das Problem, dass Evolution einen Ordner nicht säubern konnte. Dies trat auf beim Löschen von Emails und dem anschließenden endgültigen Löschen (mit Strg+E). Eine Lösung hatte ich damals leider nicht gefunden. Inzwischen (vielleicht durch das Upgrade auf Ubuntu 10.10) tritt der Fehler nicht mehr auf. Heute bin ich dann über ein Blog gestolpert, das eine Lösung des Problems beschreibt und die kommentierenden Besucher als hilfreich empfanden.

Hier die Zusammenfassung:
cd ~/.evolution/mail/local
tar -czf ~/evolution-local-backup.tar.gz * (Backup anlegen)
evolution --force-shutdown (Evolution Server herunterfahren)
rm *.ibex* *.cmeta *.ev-summary* (Metadaten löschen)

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