Umstieg auf Linux

Windows erfolgreich durch Ubuntu oder Linux Mint ersetzen.
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Speichermedien im Vergleich

Thomas | 2. Januar 2009

Heute hatte ich zufällig eine Reihe Speichermedien in der Hand, die ich alle auf ordnungsgemäße Funktion testen sollte. Dazu nahm ich das Tool h2testw von Heise zu Hilfe. Da das Programm auch die Datentransferraten angibt, möchte ich diese weitergeben. Das Testfeld ist natürlich nicht besonders ausgewählt. Es befinden sich sehr ungleiche Medien im Test: Compact Flash Karten, eine SDHC Karte, zwei MP3 Player und einige USB Sticks, die meisten neueren Datums. CF und SD Karten wurden mit einem Hama USB 2 Kartenleser beschrieben, der für gerade einmal 6 Euro sehr gute Arbeit leistet.

Schon beim Kauf fällt auf, dass die meisten Hersteller gar keine Geschwindigkeitsangaben machen. Bei zwei der drei neu gekauften Sticks mit Geschwindigkeitsangabe lag die tatsächliche Transferrate unter der angegebenen, beim dritten jedoch deutlich über der Angabe. Die teureren Sticks warten oft auch noch mit Zusatzfeatures wie Verschlüsselung (AES) oder U3-Funktionalität auf.

Emtec 8 GB Flash Drive: der mit 16 Euro mittelmäßig günstige Stick ist sehr klobig und bleibt hinter den Erwartungen zurück. Es ist von 28 MB/s lesend die Rede, tatsächlich habe ich nur 23 MB/s gemessen. Beim Schreiben verhielt es sich ähnlich: nur 8,5 MB/s statt 10 MB/s brachte der Stick zustande. Ansonsten bietet der Stick außer einer Klavierlackoberfläche keine Besonderheiten.

SanDisk 8 GB Ultra Cruizer Titanium: der einzige Stick, der hielt was er versprach: 9 MB/s waren angegeben, 13 MB/s konnte der Stick tatsächlich schreiben. Auch beim Lesen übertraf er sich: 23 MB/s statt der angegebenen 15 MB/s konnte ich messen. Für 22 Euro kann man ihn im Mediamarkt erwerben.

Verbatim 4 GB Store ‘n’ Go: Die angegebene Leserate von 200x (30 MB/s) konnte nicht bestätigt werden – nur 22 MB/s waren nachzuweisen. Auch beim Schreiben wollte er 80x schaffen (12 MB/s), wovon nur 10 MB/s tatsächlich geschrieben wurden. Ob das Einfahren des USB-Anschlusses sich später als Sollbruchstelle erweist kann im Moment noch nicht gesagt werden. Ob die AES Verschlüsselung tatsächlich wirksam ist kann ich nicht entscheiden. Das klärt vielleicht wieder einmal das c’t Magazin. Für 20 Euro gibt es diesen Stick.

SanDisk 8 GB Cruzer Micro: der Überraschungskandidat hatte keine Angaben zu Geschwindigkeit und war für 10 Euro der billigste USB Stick im Markt. Dennoch konnte eine ordentliche Datenrate von 9 MB/s beim Schreiben und 21 MB/s beim Lesen ermittelt werden. Mein Geheimtipp für Leute mit schmalem Geldbeutel und ohne besondere Anforderungen.

Intenso 2 GB: Der schon etwas ältere Stick kriecht mit 2 MB/s beim Schreiben unglaublich langsam voran. Auch die 8 MB/s beim Lesen sind schon fast nicht mehr zeitgemäß.

Transcend 8 GB MP3 Player: dieser Player macht dem Intenso Konkurrenz: nur 1,2 MB/s kann der Player schreiben. Da dauert eine Komplettfüllung 1 Stunde und 40 Minuten – das ist unaushaltbar. Dass der Player mit 7,5 MB Lesen kann ist kein Trost: lesen muss ja hauptsächlich der Stick beim Abspielen.

Yamada 256 MB MP3 Player: dass dieser Player nur 0,4 MB/s schreiben kann ist kein Wunder: das ältere USB 1.1 Gerät war wohl nicht für viel mehr ausgelegt. Beim Lesen ist der Stick doppelt so schnell: 0,8 MB/s liefert er dann.

Kingston 512 MB Compact Flash: Diese Karte dient in meiner Minolta Dimage A2 zum Aufnehmen von Bildern. Offenbar reichen dort 1,3 MB/s beim Schreiben aus.

SanDisk 8 GB Extreme III Compact Flash: die neue CF Karte macht vor, was heute geht: 11 MB/s beim Schreiben und 17 MB/s beim Lesen taugen für 2,5 Aufnahmen pro Sekunde in einer 10 Megapixel Kamera.

SanDisk 8 GB Extreme III SHDC: Mit 14 MB/s sowie 17 MB/s war dies die schnellste Karte (schreibend) im Test.

Kartenleser     Kartenleser
Test Tool Test Tool
SanDisk 8 GB Extreme III SDHC SanDisk 8 GB Extreme III SDHC
Kingston 512 MB CF    Kingston 512 MB CF
SanDisk 8 GB Extreme III CF      SanDisk 8 GB Extreme III CF
Transcend 8 GB MP3 Player     Transcend 8 GB MP3 Player
Yamada 256 MB MP3 Player  Yamada 256 MB MP3 Player
Intenso 2 GB      Intenso 2 GB
EmTec 8 GB EmTec 8 GB
Verbatim 4 GB AES     Verbatim 4 GB AES
SanDisk 8 GB Cruzer Titanium SanDisk 8 GB Cruzer Titanium
Sandisk 8 GB Cruzer Micro Sandisk 8 GB Cruzer Micro
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Wie genau ist das Wii Whiteboard (2)?

Thomas | 29. März 2008

Es gibt noch einen weiteren Punkt, der das exakte Arbeiten mit der Wii erschwert: die Größe der LED im Vergleich zur Größe eines Pixels auf der Leinwand. Das folgende Bild wurde an der Leinwand aufgenommen. Bei genauem Hinsehen sind auch mit bloßem Auge die einzelnen Pixel zu sehen.

Infrarot-LED vor Projektion des Beamer-Bildes

Der Durchmesser der LED beträgt etwa 3 Pixel. Zudem ist unklar, an welcher Stelle die LED leuchten oder reflektieren wird. Es ist denkbar, dass die Wii direkt den Leuchtpunkt der LED erkennt (beim Zusammentreffen der beiden kleinen Kontaktflächen innerhalb der LED) oder dass die Wii erst die Reflektion des Infrarotlichts von der Leinwand “sieht”.

Fazit:

Es ist zu erwarten, dass die Genauigkeit des Wii Whiteboards im Bereich von ca. 5 Pixeln liegt. Etwa 3 Pixel werden bereits durch die Größe der LED (zugegeben: 5mm LED) beansprucht, weitere Ungenauigkeit (ca. 30%) kommt durch die Umrechnung der Abbildung hinzu (siehe vorheriger Artikel).

Das Wii Whiteboard ist damit für pixelgenaue Zeichnungen vermutlich nicht zu verwenden, kann aber durchaus mit einem etwas breiteren digitalen Stift für Whiteboard-Zeichnungen während einer Präsentation oder Konferenz verwendet werden, wenn gewöhnlich ohnehin ein etwas breiterer Stift oder größere Schrift erforderlich ist.

Ich werde in einem weiteren Versuch prüfen, ob eine 3mm LED möglicherweise genauere Ergebnisse liefern kann.

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Wie genau ist das Wii Whiteboard (1)?

Thomas |

Nachdem ich ein bisschen mit dem Wii Controller und MS Paint herumgespielt habe, habe ich festgestellt, dass die Auflösung nicht voll nutzbar ist. Dies leuchtet jedoch schnell ein, wenn man sich die technischen Details einmal ansieht.

Die Wii hat eine Auflösung von 1024*768, wenn Subpixel ausgewertet werden, wovon ich einmal ausgehe. Mein Beamer hat ebenfalls eine Auflösung von 1024*768. Wenn jeder Pixel exakt erfasst werden soll, müsste das Bild des Beamers 1:1 auf die Wii passen. Da die Wii jedoch üblicherweise beliebig im Raum platziert wird, deckt das Abbild des Beamers nur einen Teil der Auflösung der Wii ab.

Folgendes Bild kann dies vielleicht verdeutlichen:

Koordinatenabbild der Wii auf das Bild des Beamers

Das Bild zeigt, wie die Koordinaten, welche von der Wii empfangen werden, auf das Bild des Beamers abgebildet werden müssen. Der gesamte weiße Bereich stellt die Auflösung der Wii dar (1024*768). Die Wii wurde links vom Bild aufgestellt. Das Bild des Beamers wird im grünen Bereich projiziert.

Die Wii wurde leicht versetzt aufgestellt und sieht dadurch eine zweidimensionale Abbildung des Beamer-Bildes (grün eingezeichnet). Die Fläche innerhalb des grünen Vierecks ist kleiner als die Fläche des Bildes (Kamerabild der Wii). Daher geht auf jeden Fall ein Genauigkeitsverlust einher, wenn die Wii als Whiteboard benutzt wird.

Die orangefarbenen Striche zeigen die Verzerrungen an, die durchgeführt werden müssen, damit die Bildpunkte wieder zueinander passen. Ein ausgewählter Punkt ist durch das rote und grüne Kreuz nochmals angezeigt.

Der exakte Genauigkeitsverlust ist abhängig davon, wo die Wii aufgestellt wird. Generell sind an der “höheren” Kante (näher zur Wii gelegen) genauere Ergebnisse und an der “niedrigen” Kante (weiter von der Wii entfernt) ungenauere Ergebnisse zu erwarten.

Eine Möglichkeit, die Genauigkeit zu erhöhen ist, zwei Wii Controller zu benutzen und diese jeweils einmail links und einmal rechts vom Bild aufzustellen:

Von links Koordinatenabbild der Wii auf das Bild des Beamers Wii Koordinaten von rechts betrachtet Von rechts

Wenn man jetzt die Koordinaten analysiert, bekommt man im linken Bereich die genaueren Ergebnisse von der linken Wii, im rechten Bereich erhält man genaue Ergebnisse von der rechten Wii.

Zusätzlich zur Erhöhung der Genauigkeit erhält man “Ausfallsicherheit”: Steht man beim Zeichnen einer der Controller im Weg und versperrt dem Infrarot-Licht den Weg zur Wii, so kann zumindest noch der andere Controller Koordinaten liefern.

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Nintendo Wii unter Ubuntu

Thomas | 28. März 2008

Aufgrund eines herrlichen Videobeitrags von Johnny Chung Lee habe ich mir zunächst einen Wii Controller ausgeliehen und einige Experimente unter Windows durchgeführt. Ich bin tatsächlich so weit, dass ich Johnny Lees Whiteboard-Anwendung zusammen mit meinem Beamer zum Laufen gebracht habe.

Inzwischen habe ich mir zwei Wii Controller gekauft. Unter Windows möchte ich damit erreichen, dass das Whiteboard von allen Positionen aus gleich gut bedient werden kann. Da man der Wii unter Umständen körperlich den Blick versperrt, soll die zweite Wii, die an einem anderen Punkt aufgestellt wird, diese Beschränkung aufheben.

Dann hat mich natürlich auch interessiert, ob die Wii unter Ubuntu ebenfalls funktioniert.

Hardware:
1* Fujitsu Siemens Bluetooth V2.0 USB Stick
2* Nintendo Wii Remote Controller
1* Selbst gebastelte Infrarot LED, hergestellt aus einer LED Leuchte aus dem Real Markt

Stellar LED Taschenlampe aus dem real,- Markt

Die weiße LED sollte dabei möglichst in Kopfnähe abgeschnitten werden, so dass ein Großteil der Beine übrigbleibt. Außerdem sollte man sich merken, wo die flache Seite der LED ist, damit man hinterher die Infrarot-LED wieder korrekt einbauen kann.
LED mit Arbeitsanweisung

Und noch einmal eine Art “Explosionsansicht”:

Umgebaute Taschenlampe

Software:
Ubuntu Bluetooth Manager
WMGUI (Wiimote GUI Interface)

Das Ganze hat auf Anhieb funktioniert. Die beiden Controller wurden anstandslos erkannt.

Zwei Wii Controller unter Ubuntu

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Lange nichts Neues

Thomas | 2. März 2008

Dass ich hier in dem Blog lange nichts neues beigetragen habe, liegt vermutlich daran, dass es im Moment nichts am System auszusetzen gibt. Ubuntu arbeitet zuverlässig, ist offensichtlich komplett eingerichtet und spielt seine Updates automatisch ein. Ich kann Ubuntu nur loben!

Heute habe ich seit langem Mal wieder eine neue Hardware an mein Laptop angeschlossen, eine Headmouse Extreme von Origin Instruments. Die Maus erfasst Kopfbewegungen und wurde anstandslos erkannt.

Die nächste Hardware ist eine Logiteck QuickCam Pro 4000. Nach Installation von Camorama war ich dann auch sicher, dass die Installation des Treibers auch hier erfolgreich war.

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