Umstieg auf Linux

Windows erfolgreich durch Ubuntu oder Linux Mint ersetzen.
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LMDE: Kein Terminal mehr nach Update

Thomas | 27. Januar 2013

Auf meinem Laptop mit Linux Mint haben sich ein paar Updates angesammelt, weil irgendwelche Paketquellen nicht mehr funktioniert haben. Nachdem ich die veralteten Paketquellen entfernt hatte, installierten sich 1506 Aktualisierungen, die rund 1 GB aus dem Internet nachladen mussten.

Vor dem Update wollte ich wissen, welche Version von Linux Mint ich eigentlich benutze. Die Information scheint mir allerdings etwas defekt zu sein:
$ lsb_release -a
Distributor ID: LinuxMint
Description:    Linux Mint Debian Edition
Release:        1
Codename:       debian

Das kann irgendwie nicht sein, denn ich habe meines Wissens Linux Mint 2011-09 (also LMDE 2011-09) installiert. Mittlerweile wäre wohl LMDE 2012-04 aktuell.
Nach der Installation der Updates hoffte ich, dass auch die Versionsinformation wieder repariert ist.

Mit Schrecken musste ich feststellen, dass auf meinem neuen Linux Mint das Terminal nicht mehr funktioniert. Außer einem schwarzen Fenster sehe ich nichts. Zu allem Überfluss funktioniert auch die [Druck]-Taste nicht mehr, so dass ich für den Screenshot das Programm manuell starten musste.

Nun gut, die Konsole gibt es ja auch mit [Strg]+[Alt]+[F1]. Die Versionsinformation ist jedoch die gleiche geblieben. Zurück zum Desktop geht es übrigens mit [Strg]+[Alt]+[F7].

Als nächstes musste ich natürlich das Terminal in Ordnung bringen. Tatsächlich war es gar nicht kaputt, sondern lediglich schwarz auf schwarz eingestellt. Im Terminal Menü Bearbeiten/Profileinstellungen können die Farben umgestellt werden.

Schwarz Schwarz
Einstellungssache Einstellungssache
Schwarz-weiß Schwarz-weiß
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WLAN Probleme unter Linux Mint

Thomas | 26. Januar 2013

Etwa zwei Mal pro Woche, in letzter Zeit gefühlt etwas öfter, habe ich Probleme, meinen Laptop mit dem WLAN zu verbinden. Am Access-Point ist die Ursache nur äußerst selten zu suchen, weil ich mit meinem Windows-Laptop problemlos darauf zugreifen kann.

Die Probleme äußern sich durch einen Anmeldedialog, der nach dem Passwort für das WLAN fragt. Seltsamerweise gibt es unter Linux Mint zwei solcher Dialoge: einen modern gestylten, schlecht lesbaren, dunklen Dialog und einen herkömmlichen Dialog in tristem Grau.

Stylish Stylish
Old-school Old-school

Das Passwort ist bereits hinterlegt. Weder der direkte Klick auf “Verbinden” noch das erneute Eingeben des Passwort und anschließendes Klicken auf “Verbinden” führen zum Erfolg.

Ebenfalls ungenügend ist dasDeaktivieren und Aktivieren der WLAN-Hardware mit der WLAN-Tasteam Laptop.

Auch der Griff zur Konsole und das Deaktivieren und anschließende Aktivieren des WLAN-Adapers bringen keine Abhilfe.

sudo ifconfig wlan0 down
sudo ifconfig wlan0 up

Meine Kenntnisse in diesem Bereich unter Linux sind nicht besonders gut, daher greife ich derzeit zur Holzhammermethode und starte den Rechner neu. Meist klappt es dann.

Lustigerweise oder eher bedauerlicherweise hat meine Frau seit etwa drei Monaten unter Ubuntu 10.04 ein ähnliches Problem. Dort war es lange Zeit von der Konsole aus reparierbar, neuerdings hilft nicht einmal mehr der Neustart. Derzeit ist sie quasi dauer-offline.

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Ubuntu Versionsnummer ermitteln

Thomas | 9. Januar 2013

Für meine Frau habe ich eine Ubuntu LTS Version als Betriebssystem ausgewählt, damit sie länger auf einer stabilen Basis arbeiten kann und ich ihr Laptop nicht ständig für irgendwelche Updates in Beschlag nehmen muss. Heute fragte ich mich, welche LTS Version das wohl gewesen sein mag, denn auch die 10.04 LTS läuft langsam aus. Es könnte jedoch auch noch Version 8.04 LTS sein, die schon seit geraumer Zeit nicht mehr aktuell wäre.

Um diese Information zu ermitteln ist sicherlich vielen Linux-Neulingen der Befehl
uname -a
ein Begriff. Allerdings liefert der nicht gerade die allgemein übliche Bezeichnung des Betriebssystems, sondern irgendwelche kryptischen Ausgaben über Kernel-Versionen usw. Ein Ubuntu ist für uname einfach ein Linux.

Natürlich kann man mit Hilfe von Wikipedia und den Kernel-Versionen die Ubuntu-Version rekonstruieren und so herausfinden, dass meine Frau 2.6.32-45 wohl ein Ubuntu 10.04 nutzt. Aber gibt es keine einfachere Variante?

Ein netter Befehl dafür ist
lsb_release -d -s
der eine Ausgabe in der Form
Ubuntu 10.04.4 LTS
liefert. Das ist doch mal ein bekannter Name…

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Ärgerlicher Tonerwechsel beim MagiColor 2530 DL

Thomas | 28. Mai 2012

Die Toneranzeige meines MagiColor 2530 DL kündigte den bevorstehenden Tonerwechsel für die Farben Yellow (2%), Magenta (4%) und Cyan (5%) an. Also habe ich mir entsprechende Tonerkartuschen vorsichtshalber schon einmal besorgt. Letzte Woche war es dann soweit: der Drucker meldete sich mit “Toner life end Yellow”. Für den Moment habe ich mich nicht darum gekümmert.

Heute wollte ich dann einen Brief ausdrucken. Da der Brief lediglich schwarzweiß sein sollte, habe ich mir um den gelben Toner keine Sorgen gemacht – bis der Drucker meinte, er könne nicht drucken. Also habe ich notgedrungen den gelben Toner gewechselt. Nach dem Austausch kalibierte sich der Drucker neu und meldete dann, dass der Magenta-Toner sein Lebensende erreicht hätte. Das wunderte mich etwas, denn bis vor kurzem hatte er ja noch 4% Inhalt. Unwillig tauschte ich also auch die rote Kartusche aus, nur um kurz später feststellen zu dürfen, dass ich jetzt auch bitte den blauen Toner wechseln soll. Die zweite Farbkalibrierung hat also auch den Cyan-Toner das Leben gekostet.

Dass der Toner tatsächlich dem Ende entgegen ging, konnte ich bei den Ausdrucken schon erkennen. Farbdrucke bekamen bereits Streifen. Allerdings muss ich sagen, dass das für meine Anwendungszwecke oft unerheblich ist. Ich möchte lediglich Änderungen in einem Dokument hervorheben. Da ist es unwichtig, ob die Hervorhebung nun stärker oder schwächer ist, solange man sie noch erkennen kann. Ich vermute also, dass der Rest Toner für meine Zwecke noch einige Zeit ausreichen würde. Und da komme ich nun zurück zu den Untersuchungen bezüglich des Chips auf der Tonerkartusche, der möglicherweise etwas mit der Lebensdauer zu tun hat.

Ein genauerer Blick auf die Platine zeigt, dass auf der Kontaktseite zwar drei Kontaktflächen aufgedruckt sind, zwei davon jedoch miteinander verbunden sind. Schaltungstechnisch sind diese also wie eine Kontaktfläche zu behandeln. Weiterhin kann man sehen, dass die unbeschrifteten Kontakte auf die Bestückungsseite durchkontaktiert sind und auf die beiden Kontakte I/O und GND gelegt sind.

Der mit GND beschriftete Kontakt ist zusätzlich auf Pin 1 des sechsbeinigen Chips geführt. Die Leiterbahn trägt die Beschriftung UL94V-0. Der mit I/O beschriftete Kontakt wird auf der anderen Seite durchkontaktiert und die Leiterbahn ist dort mit 4058-M700 und PWB-A beschriftet. An welchen Pin sie führt bleibt unklar, da die Leiterbahn zunächst unter dem Chip verschwindet. Daneben gibt es noch den Aufdruck  87-2Q8D1+N1L REV B.

Soweit zur Platine der Original Konica Kartusche, denn die Platine der Refurbished-Ersatzkartusche für Magenta sieht noch einmal ganz anders aus. Hier bestätigt sich zunächst der Verdacht, dass auf der Kontaktseite nur zwei Kontakte relevant sind, denn es befinden sich hier nur zwei anstatt drei Flächen. Auf der Bestückungsseite gibt es anstelle von zwei Anschlüssen plötzlich sechs und der Chip hat 14 Beinchen und trägt die Aufschrift 16F684-I 0820 2V1 (möglicherweise 0B20 anstatt 0820, da der Teil mit einem Farbklecks unkenntlich gemacht wurde).

Über diesen Chip lässt sich schon eine ganze Menge in Erfahrung bringen. Es handelt sich um einen 8 bit RISC Prozessor mit 2 kB Flash Speicher, den es für 1,45 € bei Reichelt zu bestellen gibt. Wenn es mir also gelänge, diesen Chip zu programmieren und in die alten Tonerkartuschen einzubauen, dann könnte ich womöglich noch einige Seiten drucken – zwar mit Streifen, aber immerhin.

Die Platine der Cyan-Kartusche hatte einen noch komplizierteren Aufbau. Gleich zwei achtpolige Chips tun hier ihr Werk. Einer davon hat gar keinen Aufdruck, der andere ist wie bei Magenta auch mit einem Farbklecks unkenntlich gemacht. Die Aufschrift könnte vielleicht ATNLH712 02B 1 P6J7076F lauten. Desweiteren gibt es eine Diode (?) mit der Aufschrift J476, die auf der Platine mit EC1 gekennzeichnet ist. Weiterhin vier Widerstände mit den Bezeichnungen 274, 274, 303 und 823, einen Transistor (?) WV3 75 und einen weiteren Transistor 2A 5.

Das muss für heute mal reichen, denn ich sollte langsam mal den Brief ausdrucken. Die Originalkartuschen werde ich auf jeden Fall einmal aufbewahren.

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Update auf Ubuntu 11.04

Thomas | 25. Januar 2012

Das Update auf Ubuntu 11.04 bringt wohl einige grundlegende Änderungen, wie ich bereits von Verwandten erfahren und in der c’t gelesen habe. Viele kommen mit der neuen Oberfläche namens Unity nicht besonders gut zurecht. Insbesondere die Apple-ähnliche Menüleiste erfordert bei normaler Benutzung einige Klicks mehr als früher. Damit ist die neue Menüleiste vielleicht platzsparend, aber nicht mehr besonders bedienerfeundlich.

Zudem habe ich selbst erfahren dürfen, was es heißt, von einem Kernel-Bug betroffen zu sein, der das ganze System in regelmäßigen Abständen lahmlegt. Eine von mir aufgezeichnete Audio-Datei kam dabei nur zerstückelt auf dem Rechner an – schade um die vergeudete Zeit.

Dennoch habe ich mich nun entschieden, das Update auf Ubuntu 11.04 durchzuführen, nachdem ich schon länger als ein Jahr bei Ubuntu 10.10 festhänge. Sollte mir die zukünftige Entwicklung von Ubuntu nicht gefallen, so muss ich das auch herausfinden, damit ich mir rechtzeitig etwas anderes suchen kann.

Vor diesem Hintergrund habe ich diesmal kein Backup meiner Daten gemacht, sondern auch gleich mal gründlich aufgeräumt, um im Notfall vielleicht gleich einen Neuanfang mit einer anderen Linux-Distribution zu versuchen. Außerdem war auf meiner Festplatte ohnehin nicht mehr viel Platz, da kam die Aufräumaktion gerade richtig. Dank Subversion ist ein Backup auch nicht mehr ganz so wichtig wie früher.

Das Update läuft prinzipiell wie gewohnt ab. Die Aktualisierungsverwaltung zeigt an, dass eine neue Distribution verfügbar ist. Dann startet sich die Distributionsaktualisierung und installiert in sechs Schritten die neue Version.

  1.  Systemaktualisierung wird vorbereitet
  2. Neue Softwarepakeetquellen werden eingerichtet (und alte deaktiviert)
  3. Aktualisierungen werden heruntergeladen (in meinem Fall knapp 2 GB – 2:19 Stunden)
  4. Aktualisierungen werden installiert
  5. Aufräumen
  6. Rechner wird neu gestartet

Zwischendurch erscheint ein Dialog zum Neustart von Diensten für das Upgrade der PAM Bibliothek. Ich kann mir vorstellen, dass der unbedarfte Ubuntu-Nutzer damit nicht viel anfangen kann – ich selbst kann es auch nicht so genau sagen. Immerhin weiß ich, was Dienste sind und dass man sie neu starten kann. Da es aber wenig Auswahlmöglichkeiten gibt, wird wohl jeder auf “Vor” klicken. Da fragt sich nur, warum die Installation von einer solchen Meldung unterbrochen wird, wenn man sowieso keine Wahl hat.

Das Installieren der Pakete wurde mit 17 Stunden abgeschätzt. Ein Grund, warum ich Aktualisierungen sowieso immer über Nacht durchführen lasse.

Die Konfigurationsdatei /etc/sudoers soll auch durch eine neue Version ersetzt werden. Was das genau bedeutet wird für Laien nicht erklärt. Und wer sich die Unterschiede anzeigen lässt, der muss auch noch das Diff-Format verstehen. Nicht gerade benutzerfreundlich.

Die Schritte im Bild:

Vorbereitung Vorbereitung
Drittanbieter Drittanbieter
2:19 Stunden 2:19 Stunden
Unterstützt Unterstützt
PAM Neustart PAM Neustart
Installation Installation
Ersetzen Ersetzen
Details Details

Nach dem Neustart meldet sich Ubuntu mit dem Startbildschirm, der sich außer der Versionsnummer nicht verändert hat. Beim Login dann die Überraschung: Unity kann aufgrund von Inkompatibilitäten mit der Hardware nicht gestartet werden. Damit fällt Ubuntu zurück auf die Classic-Oberfläche, also Gnome. Nicht so schlimm, dachte ich mir zu diesem Zeitpunkt, denn womöglich wäre ich mit Unity ohnehin nicht zurechtgekommen. Etwas später stellte ich dann die Überlegung an, was wohl bei einem weiteren Update auf 11.10 passieren würde, wenn Gnome gar nicht mehr unterstützt wird.

Aber generell war dies erst der Anfang einer Reihe von Unannehmlichkeiten, die mich letztendlich zum Schluss kommen lassen, dass Ubuntu 11.04 die schlechteste Distribution war, die ich je von Ubuntu kennengelernt habe (ich bin seit Version 7.10 durchgehend dabei).

Evolution ist nicht mehr der Standard-Email-Client. Evolution soll durch Thunderbird ersetzt werden. Immerhin ist Evolution noch installiert. Beim Start von Evolution fragt es freundlicherweise, ob es zukünftig wieder das Standard-Programm sein soll.

Die Scrollbalken sind zu einer dünnen Linie geschrumpt. Der Scrollbereich blendet sich erst ein, wenn man in die Nähe des orangenen Streifens fährt. Das ist extrem nervig, denn nun muss man eine kleine Zacke fahren, um den Scrollbalken zu erwischen. Selbst nach drei Wochen fällt es mir noch schwer, auf Anhieb richtig zu scrollen. Schon mehrmals habe ich aus diesem Grund Email-Ordner in Evolution in einen anderen Ordner verschoben.

OpenOffice wurde durch LibreOffice ersetzt. Das ist nicht weiter schlimm, aber die Icons sehen alle unterschiedlich aus und es zwingt die Leute wieder zum Umlernen, nachdem sie sich nun endlich an OpenOffice gewöhnt haben (zumindest in meinem Bekannten- und Verwandtenkreis).

Auch gewöhnungsbedürtig ist das neue Verhalten von LibreOffice, alle Programme als eines zu behandeln. Konkret bedeutet das, dass man z.B.  Math und Writer separat öffnen kann, beim Beenden eines der Programm dann aber beide geschlossen werden. Die Screenshots zeigen den Vorgang: zuerst wird Writer geöffnet (Unbenannt 1), dann Math (unbenannt 2). Beim Beenden von Math erscheint sofort die Nachfrage, ob Unbenannt 1 (also der Writer!) gespeichert werden soll. Ja geht’s denn noch?

Bei Firefox hat sich ein Bug eingeschlichen, der es unmöglich macht, die Icons hinter dem Google Suchfeld zu benutzen: ist man mit dem Cursor weit weg, sind alle Icons sichtbar. Fährt man näher hin, klappen sie sich zusammen und lassen sich nicht mehr anklicken. Umgekehrt wäre es irgendwie sinnvoller, wenn so eine Spielerei überhaupt sein muss.

Sehr nervig sind auch die schwarzen Bereiche, die übrig bleiben, wenn man ein Fenster verschiebt. Nach und nach zeichnen sich die Bereiche dann wieder neu, wer aber Verwandte und Kollegen betreut, dürfte bei einem solchen Verhalten schnell einige Stunden Support leisten.

Evolution Evolution
Scrollbalken Scrollbalken
LibreOffice LibreOffice
Math beenden Math beenden
Writer speichern Writer speichern
Firefox Firefox
verschwinden verschwinden
Schwarz Schwarz

Der eigentliche Hammer ist allerdings der fehlerhafte Kernel, der bei mir reproduzierbar bei der Verwendung von Moneyplex Aussetzer von über 20 Minuten verursachte. Da ich auf Moneyplex zur Tätigung meiner Bankgeschäfte angewiesen bin, war das nicht tragbar. Eine Lösung musste her. Dank Internet sah es so aus, als wäre eine schnelle und einfache Lösung parat: PPA Paketquellen angeben und auf Kernel 2.6.39 aktualisieren:

sudo add-apt-repository ppa:kernel-ppa/ppa
sudo apt-get update
apt-cache showpkg linux-headers
sudo apt-get install linux-headers-2.6.39-0 linux-headers-2.6.39-0-generic linux-image-2.6.39-0-generic --fix-missing

Die angebliche Lösung in Form von Shell-Befehlen funktioniert allerdings nicht, da die PPA Paketquellen nicht verfügbar sind. Daher muss man sich den Kernel manuell als DEB-Datei runterladen und installieren. Bei der Gelegenheit muss man wissen, dass das Software-Center viel zu früh in den Ursprungszustand zurückkehrt und erneut “Installieren” anzeigt, obwohl die Installation noch gar nicht abgeschlossen ist. Hier muss man also zusätzlich mit dem System-Monitor beobachten, ob die Installation noch läuft oder schon beendet ist.

Zurück Zurück

Bei der Gelegenheit gleich noch einen Hinweis  auf einen Fehler im Systemmonitor. Ich hatte nach der Spalte “CPU%” absteigend sortiert, um zu sehen, ob noch irgendwelche Programme laufen, die mit der Installation zu tun haben könnten. nach einiger Zeit standen nur noch Programme mit 0% oben in der Liste. Das war jedoch nicht korrekt, denn die Festplatte arbeitete wie verrückt (was nicht unbedingt CPU-Auslastung bedeuten muss, aber in diesem Fall war es so). Der Grund für die falsche Anzeige war, dass der Systemmonitor mit der Zeit nach unten scrollt. D.h. man muss selbst immer wieder nach oben scrollen, um die Top CPU-Verbraucher zu erkennen. Für eine echte Systemuntersuchung ist das programm also nicht zu gebrauchen – schließlich will ich nicht ständig scrollen, sondern vielleicht einen Fehler reproduzieren, während ich den Systemmonitor benutze.

Nachdem der neue Kernel endlich installiert war, konne ich Moneyplex endlich wieder nutzen – allerdings nur im reduzierten Grafikmodus von Ubuntu, denn mit voller Auflösung stürzte Ubuntu 11.04 nun schon beim Booten ab. Seither muss ich beim Starten immer mehrere Fenster wegklicken – äußerst unproduktiv und für mich der Auslöser, baldmöglichst Ubuntu 11.10 zu installieren. Da warte ich auf das blaue Wunder, nämlich dass aufgrund fehlender Hardware-Unterstützung und fehlendem Gnome gar nichts mehr geht.

Vielleicht wurde verständlich, warum ich persönlich Ubuntu 11.04 aufgrund vorher genannter Umstände für die schlechteste Ubuntu-Version seit 7.10 halte.

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Piwik von Kommandozeile installieren

Thomas | 27. Juni 2011

Die Piwik Webseite beschreibt, wie man Piwik per FTP installieren kann. Diese Möglichkeit ist jedoch langsam, wenn man bedenkt, dass man zuerst die Daten auf den lokalen Rechner herunterlädt, um sie dann wieder auf den Server hochzuladen. Schneller geht es vermutlich direkt auf dem Server. Und das geht so:

cd /var/www/xyz.de
sudo wget http://piwik.org/latest.zip
sudo unzip latest.zip
sudo rm latest.zip
sudo chmod 0777 piwik/tmp
sudo chmod a+w piwik/config
mysql -u root -p

Mit dem letzten Kommando wird die Datenbankverwaltung geöffnet. Dort legt man eine leere Datenbank an und vergibt Rechte für einen Benutzer. Etwa so:

CREATE DATABASE piwik_datenbank;
GRANT SELECT, INSERT, UPDATE, DELETE, CREATE, DROP, INDEX, ALTER, CREATE TEMPORARY TABLES, LOCK TABLES ON piwik_datenbank.* TO 'dein_user'@'localhost' IDENTIFIED BY 'dein_passwort';
exit;

Das war auch schon der Teil mit der Konsole. Der Rest geht ganz einfach über das Web, in diesem Beispiel durch Aufruf der URL http://xyz.de/piwik. Die Einrichtung übers Web ist ja reichlich beschrieben, so dass ich dies hier nicht wiederholen möchte.

In Deutschland nicht vergessen: gleich einloggen und das Plugin Anonymize-IP aktivieren.

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Opera 11.01 will nicht

Thomas | 30. März 2011

Seit einiger Zeit ist Opera 11.01 verfügbar, doch auf meinem System ließ es sich nicht installieren. Ubuntu brach die Installation immer mit der Fehlermeldung ab “Diese Aktion würde die Installation von Paketen aus nicht authentifizierten Software-Paketquellen erfordern.”

Aktualisierung Aktualisierung
Nicht vertraut Nicht vertraut

Folgende Kommandozeilenbefehle bewegten Opera dann doch zu einer Installation:
wget -q http://deb.opera.com/archive.key -O- | sudo apt-key add -
sudo apt-get update

Anschließend klappte die Installation über die Aktualisierungsverwaltung.

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Performancegewinn durch Providerwechsel

Thomas | 2. Februar 2011

Während ich im letzten Artikel noch geschrieben habe, dass man wegen schlechter Performance nicht unbedingt den Server wechseln muss, sondern sich auch anderweitig um Performance kümmern kann, ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass der Provider eine schlechte Performance abgibt.

Wie in meinem Fall: die Seitenabrufe bei 1&1 wirkten doch sehr träge. Ein paar andere Gründe mehr (beispielsweise fehlende JSP Unterstützung und Cronjobs) veranlassten mich einen Serverwechsel durchzuführen. Inzwischen habe ich die Performance weiter beobachtet und konnte eine deutliche Verbesserung feststellen. Die Grafik zeigt den deutlichen Wechsel von 1&1 zu netcup.

Deutlich Deutlich
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Bilder optimieren

Thomas | 1. Februar 2011

Stellt man fest, dass die Geschwindigkeit des Seitenaufbaus schlecht ist, muss man nicht unbedingt den Server wechseln. Bei Webseiten können oft mehrere Ursachen ausgemacht werden, die den langsamen Aufbau erklären. Eine Analyse kann mit den beiden Plugins Mozilla Firebug und Google PageSpeed durchgeführt werden. Bei Bildern liefert PageSpeed gleich konkrete Verbesserungsvorschläge in Form von optimierten Bildern. Aber wer will schon jedes Bild einzeln speichern?

Einiges schneller ist die Variante, mehrere Bilder gleichzeitig direkt auf dem Server zu optimieren. Dazu braucht man zwei Tools, für JPG und PNG.
sudo apt-get install optipng
sudo apt-get install jpegoptim

Sind diese Tools installiert, so werden alle Bilder im aktuellen Verzeichnis optimiert mit
optipng -o7 *.png
jpegoptim *.jpg

So kann einfach und schnell die Performance einer Webseite optimiert werden. Bei JPG Dateien hat PageSpeed wohl noch einen besseren Algorithmus, jedenfalls zeigt es bei einer meiner Bilder noch eine erhebliche Optimierungsmöglichkeit. Dennoch: insgesamt wurde die Startseite von Windows vs. Ubuntu um 20 kB kleiner, was bei einer 1 MBit-DSL Anbindung gleich 160 Millisekunden ausmacht.

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Evolution – Fehler beim Säubern

Thomas | 26. Januar 2011

Vor einiger Zeit hatte ich das Problem, dass Evolution einen Ordner nicht säubern konnte. Dies trat auf beim Löschen von Emails und dem anschließenden endgültigen Löschen (mit Strg+E). Eine Lösung hatte ich damals leider nicht gefunden. Inzwischen (vielleicht durch das Upgrade auf Ubuntu 10.10) tritt der Fehler nicht mehr auf. Heute bin ich dann über ein Blog gestolpert, das eine Lösung des Problems beschreibt und die kommentierenden Besucher als hilfreich empfanden.

Hier die Zusammenfassung:
cd ~/.evolution/mail/local
tar -czf ~/evolution-local-backup.tar.gz * (Backup anlegen)
evolution --force-shutdown (Evolution Server herunterfahren)
rm *.ibex* *.cmeta *.ev-summary* (Metadaten löschen)

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